Onlinenetzwerk wird zur Handelsplattform

Facebook steigt gegen Amazon und Ebay in den Ring

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Facebook will sich zur Plattform für Onlinehändler mausern. Während Händler kaum Gebühren zahlen müssen, wird das Online-Netzwerk dank neuen Daten profitieren. In Deutschland ist die Funktion bereits aufgeschaltet.

(Source: Simon / Pixabay.com)
(Source: Simon / Pixabay.com)

Facebook will zur Plattform für den Onlinehandel werden. Händler können unkompliziert Online-Shops erstellen, die über Facebook und Instagram erreichbar sind, wie "T3N" schreibt. Deutschland sei unter den ersten Ländern, die bereits seit dem 19.05. Facebook-Shops einrichten können.

Das Projekt solle besonders kleineren Unternehmen helfen, in der Corona-Krise zu überleben, wie Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg gegenüber der deutschen Presse Agentur gesagt habe. Die Idee der Facebook-Shops hätte es schon länger gegeben, aber das Coronavirus habe deren Entwicklung beschleunigt.

Die Einrichtung des Facebook-Shops werde für Händler kostenlos sein, Gebühren würden lediglich für Bezahlfunktionen anfallen. Diese dienten Facebook aber grösstenteils zur Kostendeckung. Der Social-Media-Riese profitiere durch neue Datenquellen, etwa zum Verhalten der Kunden. Ausser dem Nutzer, dem Shop und Facebook erhalte niemand Zugriff auf diese Daten. Das Online-Netzwerk könne damit seine "lukrative Fähigkeit, Werbekunden zu den richtigen Adressaten für ihre Anzeigen zu bringen, weiter perfektionieren", wie "T3N" schreibt. So würden auch die Werbeeinnahmen erhöht.

Damit will Facebook die Konkurrenz hinter sich lassen

Facebook wolle mit der Verknüpfung verschiedener Dienste Punkten. Kunden könnten einen Onlineshop per Whatsapp, Instagram oder Facebook Messenger anschreiben. Wenn im Facebook-System eine Kreditkarte hinterlegt sei, können sie direkt damit bezahlen. Das Aus- und Anprobieren, etwa von Kosmetik, Kleidung oder Brillen, werde bei den Facebook-Shops mit Augmented Reality erleichtert. Zudem sollen in Zukunft Bonuspunkte-Programme integriert werden.

Gewisse Produkte wie etwa Waffen würden nicht bei Facebook Shops verfügbar sein, auch wenn der Verkauf legal sein sollte.

Mit 2,6 Milliarden Nutzern und seinem Online-Werbesystem könne Facebook sogar ein ernstzunehmender Konkurrent für Handelsplattformen wie Amazon und Ebay werden.

Erst Ende des Jahrs 2019 wurde bekannt, dass Facebook mit "Facebook Pay" an einer Möglichkeit arbeite, Geld direkt aus Apps zu versenden, wie Sie hier nachlesen können.

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DPF8_180275

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