So verändert KI laut Servicenow den Geschäftsalltag
Der Schweizer Markt für Business-Software entwickelt sich stetig weiter. Künstliche Intelligenz wird dabei zunehmend tiefer in Geschäftsprozesse integriert. Inwiefern die Technologie den Arbeitsalltag prägt, sagt Dino Minichiello, CEO Schweiz, Servicenow.
Wie hat sich der Schweizer Markt für Business-Software im vergangenen Jahr entwickelt?
Dino Minichiello: Die Nachfrage nach Cloud-, SaaS- und KI-gestützten Lösungen ist weiter gestiegen, insbesondere dort, wo sich KI direkt in bestehende Prozesse integrieren lässt. Wir sehen, dass Business-Software zunehmend zu einem Teil der strategischen Infrastruktur wird, um die Produktivität zu steigern, Compliance-Anforderungen zu erfüllen und dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Wie viel KI steckt bereits in Ihrer Business-Software?
In der Servicenow AI Platform ist KI kein Zusatzmodul. Sie bildet die zentrale, plattformnative Funktionalität und ist tief in alle Workflows eingebettet. Wir verfolgen einen agentenbasierten Ansatz, bei dem KI nicht nur Assistenz liefert, sondern Handlungen autonom entlang definierter Geschäftsprozesse ausführt. Die Plattform ist so konzipiert, dass KI nativ integriert und steuerbar ist und damit sicher und skalierbar im Unternehmensalltag eingesetzt werden kann.
Wie gross ist die tatsächliche Effizienzsteigerung durch KI im Geschäftsalltag?
Effizienz entsteht dann, wenn KI tief in die Geschäftsprozesse integriert wird. Zunächst entlastet sie bei Routineaufgaben, doch ihr volles Potenzial entfaltet sie durch neu gedachte und automatisierte Abläufe. Wird KI zum aktiven Bestandteil der Prozesse, steigert sie die operative Leistungsfähigkeit nachhaltig. Für den Kanton Zürich ist KI entscheidend für sichere und effiziente Services. Neue KI- und Sicherheitslösungen ermöglichen heute die Automatisierung komplexer Workflows und einen schnelleren, zuverlässigeren Bürgerservice.
Welche weiteren Vorteile erwarten Sie von KI-gestützter Business-Software?
KI wird zunehmend zu einem strategischen Faktor für Unternehmen. Sie ermöglicht skalierbares Wachstum, erhöht Transparenz und Steuerungsfähigkeit und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Damit unterstützt sie Unternehmen, schneller zu reagieren, Innovationen voranzutreiben und sich langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Ein Projekt mit Hitachi Energy zeigt dies konkret: KI und Automatisierung machen dort die Serviceumgebung effizienter, kostengünstiger und nutzerfreundlicher.
Wie können IT-Dienstleister Unternehmen bei der Einführung von KI bei Business-Software unterstützen?
IT-Dienstleister sind für den erfolgreichen Einsatz unserer Plattform entscheidend. Sie helfen bei der Auswahl relevanter Anwendungsfälle und schaffen die nötige Daten- und Integrationsbasis. Unsere Partner sind damit enorm wichtig, wenn es um das Zusammenspiel von Technologie, Prozessen und Mitarbeitenden geht. Nur so kann KI ihr Potenzial entfalten.
Die Antworten der weiteren Teilnehmenden des Podiums:
- Claudio Beltrametti, Bexio: "KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zur Steigerung des Kundennutzens."
- Stefan Inderbitzin, Proalpha: "Der Schlüssel ist, auf bewährte Lösungen zu setzen, statt alles selbst zu entwickeln."
- Gregroy Leproux, Salesforce: "KI-gestützte Software entwickelt sich vom Datensystem zum Handlungssystem."
- Jens Löhmar, Workday: "Wenn KI zunehmend Standardaufgaben übernimmt, werden Kapazitäten für strategische Aufgaben und individuelle Weiterentwicklung frei."
- Jean Marc Pfammatter, Oracle: "Der entscheidende Punkt ist, dass jeder Agent durch konkrete KPIs gerechtfertigt sein muss."
- Christian Reiter, Opacc: "Durch KI-gestützte Business-Software erhalten wir mehr zentral verfügbare Daten für bessere Entscheidungen in Echtzeit."
- Alexander Trautmann, Sage: "KI-Agenten werden künftig eigenständig Prozesse steuern und so die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken."
- Alexander Vegh, Abacus: "Ausser der Effizienz verbessert KI auch die Qualität von Entscheidungen."
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