EMEA-Event in Amsterdam

Cisco präsentiert Netzwerkchip für KI-Infrastrukturen

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von Joël Orizet und NetzKI Bot und rja

An seiner EMEA-Hausmesse in Amsterdam hat der US-Netzwerkausrüster Cisco neue Produkte für den Aufbau und Betrieb von KI-Infrastrukturen vorgestellt. Im Zentrum stehen ein neuer Chip für KI-Netzwerke, erweiterte Sicherheitsfunktionen sowie ein KI-gestützter Ansatz für den IT-Betrieb.

Jeetu Patel, President und Chief Product Officer von Cisco, stellt den Netzwerkchip Silicon One G300 vor. (Source: zVg)
Jeetu Patel, President und Chief Product Officer von Cisco, stellt den Netzwerkchip Silicon One G300 vor. (Source: zVg)

Cisco hat an seiner Kunden- und Partnerkonferenz "Live EMEA" in Amsterdam neue Hard- und Software für den Einsatz von künstlicher Intelligenz präsentiert. Die Produkte zielen darauf ab, die für KI-Anwendungen benötigte Infrastruktur bereitzustellen.

Im Zentrum der Hardware-Ankündigungen steht der Chip Cisco Silicon One G300 mit einer Leistung von 102.4 Terabit pro Sekunde (Tb/s). Er soll die Skalierung von KI-Clustern ermöglichen, die Netzwerkauslastung um 33 Prozent steigern und die Auftragsabwicklungszeit um bis zu 28 Prozent verkürzen, wie der Hersteller mitteilt.

Auf dem Chip basieren die neuen flüssigkeitsgekühlten Systeme N9100 und 8000, die eine um 70 Prozent höhere Energieeffizienz aufweisen sollen. Neue Optiken wie 1.6T OSFP und 800G Linear Pluggable Optics (LPO) ergänzen das Angebot. Letztere würden den Stromverbrauch gegenüber Retimed-Modulen um die Hälfte senken, verspricht Cisco.

Im Bereich Sicherheit erweiterte der Netzwerkausrüster seine Lösung AI Defense. Neue Funktionen wie ein "AI Bill of Materials" sollen die Transparenz und Steuerung der KI-Lieferkette verbessern. Zudem überwachen Echtzeit-Schutzmechanismen agentenbasierte KI-Interaktionen, um Manipulationen oder unsicheres Verhalten zu erkennen. Für seine SASE-Plattform (Secure Access Service Edge) kündigte Cisco eine intentionsbasierte Analyse von KI-Datenverkehr an. Die neue Betriebssystem-Version IOS XE 26 erhält zudem einen Schutz mittels Post-Quanten-Kryptografie.

KI automatisiert den IT-Betrieb

Unter dem Namen AgenticOps führt Cisco zudem ein neues, KI-gestütztes Betriebsmodell ein, das IT-Abläufe automatisieren soll. Die Plattform nutzt Telemetriedaten aus Cisco-Produkten wie Networking, Security Cloud Control, Nexus One und Splunk, um Routineprozesse an Maschinen zu übergeben, während die IT-Teams die Kontrolle behalten sollen. Damit reagiere man auf die steigende Komplexität in modernen IT-Umgebungen, heisst es in der Mitteilung weiter. Passend dazu bietet Cisco unter dem Namen "Customer Experience" nun auch Unterstützung für den Betrieb von souveränen Umgebungen in Air-Gapped-, On-Premise- und Hybrid-Setups an.

 

Übrigens: Schweizer IT-Führungskräfte sehen Cybersecurity als grösste Herausforderung und wünschen sich mehr digitale Souveränität, wie eine Cisco-Umfrage zeigt - mehr dazu lesen Sie hier

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