DJI setzt angeblich den Rotstift an
DJI hat in China angeblich zwei Drittel seiner Sales- und Marketingmitarbeiter entlassen. Der Stellenabbau soll noch weiter gehen. Die Coronakrise wie auch der Handelsstreit zwischen China und den USA bringen den Drohnenhersteller unter Druck.
DJI, der chinesische Drohnenhersteller, hat seit März angeblich viele Stellen gekürzt – dies teilten ehemalige Mitarbeiter von DJI der Nachrichtenagentur "Reuters" mit. Den Berichten zufolge verkleinerte der Drohnenhersteller sein Verkaufs- und Marketingteam von 180 auf 60 Mitarbeiter. Das Videoproduktionsteam habe DJI von rund 50 auf 3 Mitarbeiter reduziert und das Marketingteam in Südkorea habe der Hersteller komplett aufgelöst. Damit sei der Stellenabbau aber noch nicht fertig. "Wir werden sehen, was am Ende noch übrig ist, aber zumindest werden wir näher dran sein", sagte eine der Insiderquellen gegenüber der Nachrichtenagentur.
Reuters habe mit über 20 Angestellten oder kürzlich entlassenen Mitarbeitern gesprochen, die diese Anschuldigungen gegen DJI bestätigen. Aus Angst vor Auswirkungen auf die Karriere wollte keine der Quellen namentlich genannt werden.
Ein Sprecher von DJI äusserte sich gegenüber Reuters über die Anschuldigungen: Das Unternehmen habe gemerkt, dass die aktuelle Struktur nicht tragbar sei. Auf die vermeintlichen Stellenstreichungen angesprochen, monierte der Sprecher "Ungenauigkeiten und irreführende Aussagen" im Bericht – ohne allerdings die Zahlen zu korrigieren.
Obwohl DJI in Sachen Drohnen der Marktführer ist, könnte es neben der Pandemie noch weitere Gründe für den Stellenabbau geben. Auch DJI bekommt die Feindseligkeit von US-Präsident Donald Trump zu spüren: Das US-Innenministerium hat im Januar seine Flotte von DJI-Drohnen wegen Sicherheitsfragen eingestellt. Diese Massnahme ist gemäss DJI unbegründet. Auch hat DJI mit anderen Vorwürfen bezüglich Sicherheit ihrer App zu kämpfen. Französische und amerikanische Forscher behaupten, dass sie viel mehr Informationen sammelt, als sie braucht.
Auch VMware baut aktuell Stellen ab. Hier erfahren Sie mehr darüber.
Cyberattacken auf Schweizer Unternehmen sind um 6 Prozent gestiegen
Warum Zoom-Meetings auch im 24. Jahrhundert noch doof sind
Sophos peppt sein Partnerportal auf
Microsoft patcht aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in Office-Anwendungen
Basel-Stadt führt digitale Baubewilligung ein
Microsoft fördert 11 Schweizer KI-Start-ups
Update: Seco behebt Probleme bei Auszahlungssystem
So können Unternehmen Lücken in ihrer digitalen Souveränität identifizieren
Die FHNW sagt, wie viel KI die Cyberabwehr braucht