Alpha Global

Update: Internationale Google-Gewerkschaft - auch für Schweizer Mitarbeitende

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von René Jaun und jor; slo

Kurze Zeit nachdem sich Mitarbeitende von Google und Alphabet aus den USA und Kanada zu einer Gewerkschaft zusammengeschlossen haben, kommen andere Länder dazu. Die international agierenden Gewerkschaft "Alpha Global” vertritt auch Schweizer Google-Mitarbeitende.

Googles Firmencampus am Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien. (Source: google.com/maps)
Googles Firmencampus am Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien. (Source: google.com/maps)

Update vom 26. Januar 2021: Vergangenes Jahr haben Mitarbeitende von Google und dessen Mutterkonzern Alphabet eine Gewerkschaft gegründet. Die Organisation agierte bisher nur in den USA und Kanada. Das hat sich nun geändert. Mit "Alpha Global" gibt es neu eine global agierende Gewerkschaft, die sich gegen Sexismus, Rassismus und Missbrauch von Machtpositionen innerhalb der beiden Konzerne einsetzt, wie "futurezone.at" berichtet.

Alpha Global setzt sich aus 13 verschiedenen Gewerkschaften zusammen, die Beschäftigte in 10 Ländern vertreten. Darunter Deutschland, Dänemark, Frankreich, Schweden, Grossbritannien und die Schweiz. "Die Probleme bei Alphabet sind nicht auf ein einziges Land beschränkt. Sie müssen auf einem globalen Level adressiert werden", zitiert "futurezone.at" Christy Hoffman, Generalsekretärin der ebenfalls global agierenden Gewerkschaftsallianz Uni Global Union.

Originalmeldung vom 6. Januar 2021: Google-Angestellte gründen Gewerkschaft

"Unsere Gewerkschaft setzt sich ein für den Schutz der Alphabet-Mitarbeiter, unserer globalen Gesellschaft und unserer Welt." Mit diesen Worten beginnt das "Mission Statement" der unlängst gegründeten Alphabet Workers Union. Es ist die neue Gewerkschaft für Angestellte von Google respektive dessen Mutterkonzern Alphabet. Die Organisation stellte sich Anfang Januar der Öffentlichkeit vor, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Man wolle allen Alphabet-Mitarbeitenden eine Stimme geben, schreibt die Gewerkschaft in ihren Leitprinzipien. Ferner setzt sie sich für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit ein. Niemand solle belästigt oder ausgegrenzt werden. Weiter solle es den Angestellten möglich sein, sich nicht an Projekten beteiligen zu müssen, wenn deren Ziele den persönlichen Werten widersprechen. Schliesslich spricht sich die Organisation dafür aus, Gesellschaft und Umwelt in den Vordergrund zu stellen, anstatt den Gewinn um jeden Preis zu maximieren. "We can make money without doing evil", heisst es dazu.

Vorerst nur in den USA

Der Konzernleitung scheint die Alphabet Workers Union nicht zu passen. Gemäss dem Bericht der "FAZ" habe der Google-Konzern ein Beratungsunternehmen engagiert, das dafür bekannt sei, die Bildung von Gewerkschaften bei ihren Kunden zu verhindern. Vor wenigen Jahren sorgte auch Google Schweiz für Negativschlagzeilen. Laut einem SRF-Beitrag versuchte das Unternehmen, einen Informationsanlass für die Mitarbeitenden zu verhindern, an dem die Einführung einer Personalvertretung im Management zur Diskussion stand. In den vergangenen Jahren hatten Google-Angestellte auf der ganzen Welt mehrfach mehr Mitsprache gefordert und gegen fragwürdige Entscheidungen des Unternehmens protestiert.

Noch ist die Alphabet Workers Union überschaubar klein. "Stand Dezember haben wir mehr als 200 Mitglieder", heisst es auf der Website. Weltweit beschäftige der Konzern mehr als 130'000 Mitarbeitende, schreibt die "FAZ" weiter. Man hoffe auf breitere Unterstützung, zitiert die Zeitung die Organisatoren.

Aktuell ist die Vereinigung jedoch nicht für alle Mitarbeitenden offen. Derzeit können nur Alphabet-Angestellte aus den USA und Kanada Gewerkschaftsmitglieder werden – aufgrund der "Komplexität des internationalen Arbeitsrechts", wie es auf der Website heisst. Man sei aber in Kontakt mit Arbeitnehmerorganisationen in anderen Ländern und plane, eng mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Gemäss einer Umfrage von Universum vom vergangenen Frühling ist Google der attraktivste Arbeitgeber für IT-Studierende in der Schweiz, gefolgt von Microsoft und IBM. Schweizer Unternehmen belegen die folgenden zehn Plätze des Rankings.

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