21. Ausgabe des Events

Das war die Best of Swiss Web Award Night 2021

Uhr
von Kevin Fischer und jor

Die 21. Ausgabe des Best of Swiss Web Award ist vorüber. Zahlreiche Gold-Bojen wurden verliehen, wobei ein Projekt sogar zweimal abräumte. Kein Gold, dafür den Mastertitel erhielt jedoch ein anderes Projekt.

"css.ch - Relaunch" hat den Titel Master of Swiss Web 2021 gewonnen. (Source: Netzmedien)
"css.ch - Relaunch" hat den Titel Master of Swiss Web 2021 gewonnen. (Source: Netzmedien)

Am Abend des 6. Septembers ist der Best of Swiss Web Award 2021 in Dübendorf über die Bühne gegangen. Das Publikum traf sich in der Samsung Hall, um den verschiedenen Web-Projekten die Daumen zu drücken. TV-Moderator Marco Fritsche führte die Besucherinnen und Besucher gut gelaunt durch den Abend.

Um 18 Uhr ging's los. Zum Anfang betraten Heinrich Meyer, Martin Matt und Christof Zogg die Bühne. Sie sind die Köpfe hinter dem Event.

Hoher Stellenwert der Best of Swiss Web Awards

In der letztjährigen Ausgabe der Award Night waren 375 Projekte eingereicht worden - bisheriger Rekord. Dieses Jahr: "326 Projekte - das ist Jammern auf hohem Niveau", sagte Zogg. Möglicherweise hatte die Pandemie einen Einfluss auf die Anzahl Einreichungen. Nächstes Jahr soll es aber ein Rebound-Effekt geben.

Auf die Frage, welchen Stellenwert die Best of Swiss Web Award Night eigentlich hat, antwortete Heinrich Meyer: "Wir wissen von Agenturen, dass 70 Prozent der Kaltanfragen von den Bestenlisten generiert werden - das ist schon sehr erstaunlich und spricht für die Bedeutung dieses Anlasses."

Martin Matt, Christof Zogg, Marco Fritsche und Heinrich Meyer (von links, Source: Netzmedien)

Martin Matt machte auch auf die noch ausstehende Best of Swiss Apps Award Night aufmerksam: "So richtig cool ist man erst dann, wenn man das Double gewinnt - also Best of Swiss Web und Best of Swiss Apps." Die Frist zum Einreichen von App-Projekten dauert noch bis am 13. September. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Von letzten Rennen und Herbstkampagnen

Darauf ging es bereits los mit der Vergabe der begehrten Gold-Bojen. In 12 Kategorien konnten die Teilnehmenden gewinnen - zuerst in der Kategorie Productivity. Diesen Gold-Award heimste das Projekt "EAO 3D-Konfigurator" von EAO und Eyekon sowie Intelliact ein. In der Kategorie "Digital Commerce" vermochte "Elementum" von Dloop und Apps with Love zu überzeugen.

Jeder möchte eine der begehrten Gold-Bojen. (Source: Netzmedien)

Die beste "Digital Campaign" kam unter dem Projektnamen "The Last Run" von Zalando und Jung von Matt Limmat. Die beste "Performance-driven Campaign" hingegen war die "CSS-Herbstkampagne" von CSS Versicherung, Notch Interactive / Publicis und Webrepublic.

Nach diesen Verleihungen stattete Moderator Fritsche dem Publikum einen Besuch ab. Dort sprach er mit BAKOM-Direktor Bernhard Maissen. Warum haben Herr und Frau Schweizer so Mühe mit der Digitalisierung? Vielleicht fehlt der Druck etwas, sagte Maissen. "Analog lief's bis jetzt ganz gut. Aber ich glaube nicht, dass wir in der Schweiz grundsätzlich ein Problem mit der Digitalisierung haben."

Moderator Marco Fritsche interviewt den Direktor des Bundesamts für Kommunikation, Bernhard Maissen (l.; Source: Netzmedien)

Doppel-Gold für ÖV, Goldbach-Gold für Auto

Danach ging es weiter mit der Vergabe der Gold-Bojen. Die Nächste erhielten die Verkehrsbetriebe Zürich und We Are York in der Kategorie Marketing für ihr Projekt "VBZ Contextual ­Experience Marketingcycle". Dabei handelt es sich um eine Recruiting-Lösung, die später am Abend sogar noch eine zweite Gold-Boje in der Kategorie Business abräumte. Der Flughafen Zürich und Unic holten derweil noch einen Gold-Award in der Kategorie Technology ab - für ihr Projekt "Digital Experience Platform ­Flughafen Zürich".

Das Team um das Projekt "VBZ Contextual Experience Marketingcycle" holt seinen Preis. (Source: Netzmedien)

Auch die Vergabe der Goldbach Crossmedia Awards durfte an diesem Abend nicht fehlen. Die Vergabe fand bereits zum 17. Mal statt und zum vierten Mal im Rahmen der Best of Swiss Web Award Night statt und umfasste einen Publikumspreis sowie je einen Bronze-, Silber- und einen Gold-Award. Goldbach-Gold ging dieses Jahr an das Projekt "Mein Autogramm" von Auto-Schweiz und Farner Consulting. Mehr Details zu den vergebenen Goldbach-Awards erhalten Sie hier.

Der Goldgewinner des Goldbach Crossmedia Awards heisst "Mein Autogramm". (Source: Netzmedien)

Nach den Goldbach Crossmedia Awards stand für das Publikum das Abendessen auf dem Programm. Es gab drei leckere Menüs, eines für Fleischesserinnen und -esser, …

Das fleischhaltige Menü. (Source: Netzmedien)

… eines für Vegetarierinnen und Vegetarier…

Das vegetarische Menü. (Source: Netzmedien)

… und eines für Veganerinnen und Veganer.

Das vegane Menü. (Source: Netzmedien)

Video-Jassen, Rückblicke und Sonderpreise

Nach dem Schlemmen ging's weiter. In der Kategorie Business gewann erneut "VBZ Contextual ­Experience Marketingcycle". In der Kategorie Innovation machte das Projekt "Jass Fédéral – online jassen mit Videofunktion" das Rennen. Es stammte von Swisscom, Wirz Communication und Gbanga, Millform.

Darauf hielt Christof Zogg einen seiner digitalen Rückblicke auf die letzten Jahre - zumindest den ersten Teil. Den zweiten Teil, versprach er, mache er an der Best of Swiss Apps Award Night im November. Entsprechende Projekte können wie erwähnt bis zum 13. September eingereicht werden.

Christof Zogg gibt seinen berüchtigten Jahresrückblick. (Source: Netzmedien)

Nachher wurde bereits zum zweiten Mal der Sonderpreis "Best of dot.swiss" vergeben - eine rote Boje, die nur Websites mit der Domain-Endung ".swiss" erhalten können. Dieses Jahr konnte die Seite "kln.swiss" der Schreinerei KLN diesen Award in Empfang nehmen.

Von Schnäuzern und Usability

Das Rennen um die goldene Boje in der Kategorie "Public Value" entschied "Swiss Skills Connect – digitale Live-Experience" für sich. Das Projekt wurde von der Stiftung Swiss Skills in Auftrag gegeben und von Jung von Matt Tech umgesetzt. Danach war die Kategorie Usability an der Reihe - und den Sieger dieses Awards verkündete Marc Landis, Chefredaktor der Netzwoche, vom IT-Markt und von CEtoday.

Als der Chefredaktor die Bühne betrat, sagte Fritsche: "Oh, ein Schnäuzer. Den gab's letztes Jahr noch nicht. Was hat sich sonst noch verändert?" "Wir haben die Zeit genutzt, um neue Produkte zu entwickeln: Content- und Video-Formate", antwortete Landis. "Wir freuen uns auf das kommende Jahr. Und nein: Der Schnäuzer ist in der Redaktion nicht zur Pflicht geworden."

Marc Landis, Chefredaktor von Netzwoche, IT-Markt und CEtoday mit dem Sieger in der Kategorie Usability im Couvert. (Source: Netzmedien)

Gold in der Kategorie Usability ging an das Projekt "Migros-Community". Auftraggeber war Migros-Genossenschafts-Bund, Auftragnehmer war Smartive. In der letzten Kategorie Creation gewann das Projekt "Artlist.net by Kunstbulletin" von Kunstbulletin / artlog.net und Hinderling Volkart part of Dept.

Der Master of Swiss Web 2021 ist...

Zum Ende wurde es noch ein letztes Mal spannend: Die Wahl des diesjährigen "Master of Swiss Web" rückte näher. Jury und Netzwoche-Leserschaft hatten ihre Stimmen bereits abgegeben - nur noch das Saalpublikum musste abstimmen.

Das diesjährige Masterprojekt heisst "css.ch - Relaunch". Damit erhielt ein Projekt den Titel, das zuvor in keiner Kategorie einen Gold-Award erhielt - ein Umstand, der nicht allzu häufig eintritt. In Auftrag gegeben wurde das Projekt von CSS Versicherung, umgesetzt wurde es von Unic und One Inside. Das Urteil der Jury:

"Die neue CSS-Website überzeugt mit relevanten Inhalten und Services. Der Besucher findet über eine sehr fokussierte Seitenstruktur effizient zu seinen Inhalten, die bis zur letzten Ebene konsistent bleiben. Die Texte sind verständlich formuliert, was die gute Nutzbarkeit des Auftritts festigt. Personalisierte und smarte Selfservices unterstützen den User im Dialog. Dies führt zu mehr potenziellen Abschlüssen, höheren Conversion Rates und weniger Aufwand."

Damit waren die Award-Verleihungen vorüber. Die letzten Programmpunkte: ein Dessert und eine Afterparty.

Alle Highlights des Abends können Sie hier im Liveticker nachlesen.

Webcode
DPF8_229108

Kommentare

« Mehr