IT-Lohnstudie von Michael Page

Nischenprofile haben gute Chancen auf mehr Lohn

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von René Jaun und jor

Chief Digital Officers und Chief Information Officers verdienen in der Schweiz bis zu 260'000 Franken pro Jahr. Laut Personalvermittler Michael Page nehmen Stellenausschreibungen für temporäre Projekte zu.

(Source: Cosmix / Pixabay.com)
(Source: Cosmix / Pixabay.com)

Personalvermittler Michael Page hat in einer neuen Studie die Gehälter der Schweizer IT-Branche analysiert. Viele der darin veröffentlichten zahlen haben sich seit der letzten Ausgabe der Befragung kaum verändert: Chief Digital Officers (CDO) und Chief Information Officers (CIO) können in der Schweiz auch dieses Jahr bis zu 260'000 Franken im Jahr verdienen, wenn sie mehr als 10 Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Der Einstiegslohn (weniger als 5 Jahre Berufserfahrung) liegt beim CDO bei 200'000, beim CIO bei 180'000 Franken. Sicherheitschefs erhalten zwischen 160'000 und 220'000 Franken.

Die höchsten Löhne unter Entwicklern

Im Bereich der Softwareentwicklung weist das Profil des Architect Developers die höchsten Löhne auf, nämlich zwischen 120'000 und 200'000 Franken. Zum Vergleich: Ein Testing Specialist verdient zwischen 85'000 und 130'000 Franken.

Die tiefsten Löhne in der IT-Branche verzeichnet Michael Page für das Berufsprofil Helpdesk Specialist (levels 0-1), mit zwischen 60'000 und 85'000 Franken.

Laut der Studie (hier als PDF) sind folgende Punkte in den Jobprofilen besonders gefragt: IT-Diplome und -Zertifizierungen sowie Berufserfahrung in internationalen Unternehmen und insbesondere mit ERP-Systemen.

Nischenprofile und Temporärarbeit gefragt

Der Stellenmarkt der IT-Branche bleibe auch während der Pandemie Kandidaten-orientiert, heisst es in der Studie. IT-Profile erhalten manchmal mehrere Stellenangebote. Zudem gebe es seit der Umstellung vieler Unternehmen auf Homeoffice mehr Jobmöglichkeiten für IT-Fachkräfte.

Nischenprofilen attestiert Michael Page eine gute Position, um höhere Löhne auszuhandeln. Die Rekrutierungsagentur prognostiziert weiter, dass neue Stellenprofile im Bereich der Cloud entstehen werden. Und: "Wir beobachten einen neuen Trend bei befristeten Stellen für IT-Projekte."

Die in der Lohnstudie präsentierten Zahlen basieren laut Michael Page auf Gehaltsdaten bis Ende Q4 2020 und Bonuszahlen von 2019. Quellen seien die eigenen Datenbanken, Suchmaschinenabfragen sowie die eigene Erfahrung im Schweizer Arbeitsmarkt.

Eine weitere Übersicht über die Löhne in der Schweizer IT-Branche liefert das im Frühling aktualisierte Lohnbuch des Kantons Zürich.

Aktuell kritisieren viele Branchenverbände das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Dieses plant eine Änderung der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz, um Führungskräften bestimmter Branchen ein "selbstbestimmteres" und "zeitlich flexibleres Arbeiten" zu ermöglichen. Nur: Die ICT-branche wird im aktuellen Gesetzesentwurf ausgeklammert.

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