Japanische Regierung zahlt mit

Sony plant neue Chipfabrik mit TSMC

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von Coen Kaat und jor

Sony plant mit TSMC eine neue Halbleiterfabrik in Japan. So soll die Chip-Knappheit abgeschwächt werden. Auch die japanische Regierung zahlt mit - die Sache hat aber einen Haken.

(Source: Pixabay.com / zathris / CC0 Creative Commons)
(Source: Pixabay.com / zathris / CC0 Creative Commons)

In der Kumamoto-Präfektur im Westen Japans soll eine neue Chipfabrik entstehen. Eine Kooperation zwischen der Sony-Gruppe und dem taiwanischen Halbleiterhersteller TSMC, wie "Nikkei Asia" in Erfahrung gebracht hat.

Die neue Fabrik werde 800 Milliarden Yen kosten - umgerechnet etwa 6,5 Milliarden Franken. Laut dem Bericht wollen die Unternehmen mit den zusätzlichen Kapazitäten der aktuell grassierenden Halbleiter-Knappheit entgegenwirken.

Marktforscher Gartner rechnet damit, dass der Mangel noch ein Jahr andauern wird. Zu einer Rückkehr zum Normalzustand kommt es wohl erst im zweiten Quartal 2022, wie Sie hier nachlesen können.

Der japanische Automobilzulieferer Denso, der zur Toyota Group gehört, will sich an den Kosten beteiligen. Auch die japanische Regierung will mitzahlen - und zwar die Hälfte der Summe. Als Gegenleistung für die Subventionen sollen die in Kumamoto hergestellten Chips aber vorrangig den japanischen Markt beliefern, wie Nikkei schreibt.

Gebaut wird auf Land, das Sony gehört. Die neue Fabrik, die 2024 den Betrieb aufnehmen soll, wird ganz in der Nähe einer Bildsensorfabrik von Sony stehen.

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