Zusammenlegung der Spital-IT kostet Zürich fast 4 Millionen Franken
Die Stadt Zürich führt zwei Spitäler zusammen – und räumt auch die Informatikabteilungen der beiden Krankenhäuser auf. Für die Zusammenlegung der beiden IT-Systeme bewilligt der Stadtrat Ausgaben in der Höhe von 3,9 Millionen Franken.
Die Stadt Zürich führt die beiden Spitäler Triemli und Waid zusammen. Beim Prozess, der seit mehr als zwei Jahren läuft, werden schrittweise Abteilungen zusammengelegt. Davon betroffen ist auch die IT: Aufeinander abgestimmte und durchgängige IT-Systeme seien die Voraussetzung für reibungslose, standortübergreifende Prozesse und eine effiziente Zusammenarbeit, teilt der Stadtrat mit. Das Stadtspital Zürich startete zu diesem Zweck das Projekt "HARMOS Stadtspital".
Ziel des Projektes sei es, ein koordiniertes Vorgehen bei der Harmonisierung der bestehenden IT-Systeme, der Vereinheitlichung der Stamm-, Personal- und Patientendaten sowie bei der Anbindung an andere Systeme sicherzustellen. Für das Projekt bewilligte der Stadtrat nun Ausgaben in der Höhe von 3'927'000 Franken.
Mehrfachbetrieb von über 30 IT-Diensten
Aktuell gibt es über 30 verschiedene IT-Services, die an den beiden Standorten und somit innerhalb des neuen Stadtspitals Zürich mehrfach betrieben werden, erklärt ein Sprecher des Stadtspitals auf Anfrage. Im Rahmen des Projektes "HARMOS Stadtspital" sollen diese nun standardisiert und zusammengeführt werden. Dazu gehöre das Zusammenführen der Radiologie-Informationssysteme und PACS, des Systems für die Personaleinsatzplanung sowie zahlreicher Expertensysteme. Auch Stammdaten von Mitarbeitenden oder Zulieferern, aber auch Daten zu Material oder Medikamenten werden zusammengeführt. "Die Kosten verteilen sich auf Lizenzen, Dienstleistungen von Systemlieferanten sowie die Unterstützung für die Umsetzung des Projektes."
Lanciert wurde das Projekt im Sommer 2021, wie das Stadtspital mitteilt. Nach heutiger Planung soll es 2023 zum Abschluss kommen. Allerdings ist "HARMOS Stadtspital" nur eines von mehreren Digitalprojekten, die im Zuge der Zusammenlegung der beiden Standorte Triemli und Waid lanciert wurden. Das Programm "Stadtspital Digital" beinhaltet laut Medienauskunft auch die Einführung von etlichen neuen Systemen wie beispielsweise ein Klinikinformationssystem, ein System für die Leistungserfassung und das Leistungsmanagement, ein Healthcare Content Management System für multimediale, medizinische Inhalte und ein MIS (Managementinformations-System).
Zuständig für die Digitalisierungsstrategie und den lückenlosen Betrieb aller IT-Systeme des Stadtspitals Waid und Triemli ist Stefan Beyeler. Wie sein Departement der Coronakrise begegnet und was es auf dem Weg zum digitalisierten Spital noch alles braucht, verriet er im Interview.
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