Schweizer Notrufsystem soll zuverlässiger werden
Der Bund will das Notrufsystem mit Notfallnummern wie 117 und 118 weiterentwickeln, nachdem es in den vergangenen Jahren mehrmals ausgefallen ist. Das System soll zuverlässiger werden – und einen barrierefreien Zugang für Menschen mit einer Hörbehinderung ermöglichen.
In den vergangenen Jahren sind die Notfallnummern in der Schweiz aufgrund von Netzstörungen mehrmals ausgefallen. Nun will der Bund das Notrufsystem weiterentwickeln. Man wolle das Ausfallrisiko verringern und die Verfügbarkeit für die Schweizer Bevölkerung erhöhen, teilt der Bundesrat mit. Notruforganisationen und die Swisscom bestimmten nun gemeinsam mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die dazu erforderlichen Massnahmen.
Um das System der Notfallnummern (112, 117, 118, 144 etc.) zu verbessern, sei im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) und der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren ein Referenzmodell entwickelt worden, heisst es in der Mitteilung. Dieses Modell diene als Grundlage für die Festlegung der Anforderungen an eine technische Systemführerschaft im Bereich Notrufe.
Dem Modell zufolge sollen Notrufe prioritär über ein Mobilfunkgerät beziehungsweise ein Handy abgesetzt werden. Fällt ein Mobilfunknetz aus, übernehmen verfügbare Mobilfunknetze anderer Anbieter die Notrufübermittlung, was bei der Festnetztelefonie nicht der Fall ist.
Zusätzlich soll die Verfügbarkeit durch eine einzig für Notrufe vorgesehene Rückfallebene bei der Notrufvermittlung erhöht werden. Ebenfalls vorgesehen ist ein zusätzlicher, redundanter Anschluss der Notrufzentralen durch einen zweiten Anbieter.
Für die verbindliche Umsetzung des Referenzmodells bereitet das Bakom eine Anpassung der Verordnung über Fernmeldedienste vor. In der Revision der FDV will das Bakom auch Bestimmungen einfügen, die Menschen mit einer Hörbehinderung einen barrierefreien Zugang zu den Notrufen ermöglichen. Dies fordern verschiedene Motionen zur Weiterentwicklung und Digitalisierung der Schweizer Notrufe, denen das Parlament mit deutlicher Mehrheit zustimmte.
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