Hacker bieten Nutzerdaten von Discord.io zum Kauf an
Cyberkriminelle haben Hunderttausende Nutzerdaten von discord.io abgegriffen und in einem Hackerforum zum Kauf angeboten. Die Plattform enthielt ein Verzeichnis verschiedener Discord-Gemeinschaften und bot Zugänge zu den Inhalten teilweise gegen Geld an. Die Discord.io-Betreiber stellten den Dienst inzwischen ein.
Discord.io ist Opfer eines Datenabflusses geworden. Dies berichtet "Bleeping Computer", welches sich unter anderem auf "Stack Diary" beruft. Demnach bieten Cyberkriminelle auf einem Hackerforum die Daten von 760'000 Nutzerinnen und Nutzer der Plattform Discord.io zum Kauf an.
Bei Discord.io handelt es sich um einen Dienst, mit mit dem sich unter anderem Einladungen für Discord-Communities – "Server" genannt - erstellen lassen, heisst es in den Berichten. Die Plattform enthielt zudem ein Verzeichnis von Discord-Servern zu verschiedenen Themen. Die Zugänge zu diesen Servern bot Discord.io zum Teil gegen Geld an. Discord.io wird unabhängig von Discord selber betrieben. Und Discord betont in einer von Stack Diary abgedruckten Stellungnahme, man teile von sich aus keine Daten mit Discord.io und habe die Zugriffsgenehmigungen, die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform gewährten, widerrufen.
Die Betreiber von discord.io bestätigen den Datenabfluss. Demnach könne die von den Cyberkriminellen angebotene Datenbank unter anderem Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Rechnungsadressen sowie gehashte Passwörter enthalten.
Als Reaktion auf den Datenabfluss stellt Discord.io seine Dienste bis auf Weiteres ein. Man habe alle laufenden Premium-Abos gekündigt und werde die Betroffenen baldmöglichst direkt kontaktieren, schreiben die Betreiber der Plattform.
Discord bezeichnet sich selbst als "Sprach- Video- und Text-Chat-App" mit Millionen von Usern. Die Plattform ist in themenspezifische Communities (Server) gegliedert, die wiederum in "Channels" aufgeteilt sind.
Laut eigener Angaben hatte Discord im Jahr 2021 bereits über 150 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Ein Erfolg, auf den auch Cyberkriminelle aufmerksam wurden, wie Sie hier lesen können.
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