GTC 2026

Nvidia präsentiert Datacenter-CPU Vera und KI-Plattform Nemoclaw

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Joël Orizet, nki

Nvidia hat an seiner GTC-Konferenz mit Vera eine neue CPU und mit Nemoclaw eine Software-Plattform für agentische KI vorgestellt. Der Hersteller will damit eine komplette technische Grundlage schaffen, um KI-Agenten zu entwickeln und zu betreiben.

Stilisierte Darstellung von Nvidia-CEO Jensen Huang. Die Klauen sind eine Anspielung auf Openclaw, die Open-Source-Plattform für KI-Agenten, auf der Nemoclaw aufbaut. (Source: Nvidia)
Stilisierte Darstellung von Nvidia-CEO Jensen Huang. Die Klauen sind eine Anspielung auf Openclaw, die Open-Source-Plattform für KI-Agenten, auf der Nemoclaw aufbaut. (Source: Nvidia)

An seiner Konferenz GTC hat Nvidia wie üblich zahlreiche Ankündigungen gemacht, dieses Jahr mit einem besonderen Fokus auf agentische künstliche Intelligenz (KI).

Mit Vera präsentiert Nvidia eine CPU, die der Hersteller speziell für agentische KI und Reinforcement Learning konzipiert hat. Laut Nvidia soll die CPU die doppelte Effizienz und 50 Prozent mehr Leistung als herkömmliche Rack-Architekturen bieten.

Vera basiert auf 88 proprietären Kernen und zielt auf stark parallelisierte Umgebungen wie Entwicklungsassistenten oder Unternehmensagenten. Nvidia hebt eine Speicherbandbreite von bis zu 1,2 Terabyte pro Sekunde sowie die Fähigkeit hervor, durch räumliches Multithreading mehrere Aufgaben pro Kern auszuführen. Der Prozessor lässt sich in Komplettarchitekturen wie die Plattform Vera Rubin NVL72 integrieren, die CPUs und GPUs via NV-Link kombiniert. Nvidia kündigt zudem flüssigkeitsgekühlte Racks an, die bis zu 256 CPUs aufnehmen und über 22'500 simultane Umgebungen unterstützen können.

Nemoclaw als Software-Fundament

Zusätzlich kündigte Nvidia Nemoclaw an. Dabei handelt es sich um einen Software-Stack für die Open-Source-Plattform Openclaw. Ziel ist es, den Einsatz autonomer Agenten zu vereinfachen und gleichzeitig Mechanismen für Sicherheit und Datenschutz zu integrieren.

Der Ansatz schafft eine Infrastrukturschicht, in der Agenten in einer isolierten Umgebung mit definierten Sicherheitsrichtlinien agieren. Nemoclaw ermöglicht zudem, lokal ausgeführte Modelle mit cloudbasierten Modellen über ein Routing-System zu kombinieren, das Datenschutzvorgaben einhält. Das System richtet sich insbesondere an Umgebungen, die kontinuierlich aktive Agenten benötigen. Nvidia gibt an, dass die Lösung auf RTX-Workstations, DGX-Systemen oder PCs mit Geforce-GPUs läuft.

Nvidia versucht damit, Openclaw als Standard-Softwarebasis für die Entwicklung von persönlichen und professionellen Agenten zu positionieren. Das Open-Source-Projekt, initiiert von Peter Steinberger, den kürzlich Open-AI abwarb, ermöglicht es, konkrete Aktionen in digitalen Diensten wie Apps oder Websites per Texteingabe auszuführen. Derweil übernahm Meta das soziale Netzwerk für KI-Agenten Moltbook, das ebenfalls auf Openclaw basiert. 

 

Benannt ist die Prozessorarchitektur Vera Rubin übrigens nach einer Astronomin, die für ihre Forschung im Bereich der dunklen Materie bekannt ist. Weitere Informationen über die neuen Prozessoren sowie Pläne im Bereich Quantencomputing verriet Nvidia an der letztjährigen Ausgabe der GTC - mehr dazu lesen Sie hier

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am2P5wuv