Rubin und Alpamayo

CES 2026: Nvidia zeigt KI-Plattform und Open-Source-Suite für autonomes Fahren

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von Alexia Muanza und Übersetzung: Joël Orizet

Nvidia hat an der CES 2026 seine neue KI-Supercomputer-Plattform Rubin vorgestellt. Gleichzeitig lanciert der Chip-Hersteller mit Alpamayo eine Open-Source-Familie von KI-Modellen, Simulationstools und Datensätzen für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge.

Der Hauptsitz von Nvidia in Santa Clara, Kalifornien. (Source: Nvidia)
Der Hauptsitz von Nvidia in Santa Clara, Kalifornien. (Source: Nvidia)

An der CES 2026 in Las Vegas stellt Nvidia seine Rubin-Plattform vor, die als Motor für künftige KI-Supercomputer konzipiert ist. Zudem präsentiert der GPU-Hersteller mit Alpamayo eine Serie offener KI-Modelle, Simulationstools und Datensätze für die Entwicklung autonomer Fahrsysteme.

Rubin: Die nächste Generation von KI-Supercomputern

Die Rubin-Plattform kombiniert Hard- und Software und umfasst gemäss Mitteilung des Herstellers sechs neue Schlüsselkomponenten: die Vera-CPU, die Rubin-GPU, den NVLink-6-Switch, die ConnectX-9-SuperNIC-Netzwerkkarte, die BlueField-4-DPU und den Spectrum-6-Ethernet-Switch. Laut Nvidia senkt diese Architektur die Kosten pro Token um rund ein Zehntel und reduziert die für bestimmte grosse Modelle benötigten GPUs im Vergleich zur Vorgängerplattform Blackwell deutlich.

"Rubin kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, da die Nachfrage nach KI-Rechenleistung, sowohl für das Training als auch für die Inferenz, explodiert", sagt Nvidia-CEO Jensen Huang.

Die Plattform steht in mehreren Konfigurationen zum Angebot, darunter das Vera Rubin NVL72, ein System im Rack-Format, das 72 GPUs und 36 CPUs kombiniert, sowie das HGX Rubin NVL8, eine Serverkarte mit acht via NVLink verbundenen GPUs. Sie zielt auf Anwendungsfälle wie generative KI, Reasoning, KI-Agenten und extrem grosse Sprachmodelle ab. Zu den ersten Anwendern gehören Cloud- und KI-Grössen wie AWS, Google, Microsoft, Meta, OpenAI, Anthropic, Oracle, CoreWeave, Dell, HPE, Lenovo und Supermicro. Erste kommerzielle Angebote sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommen.

Alpamayo: Offene Modelle für autonomes Fahren

Mit Alpamayo stellt Nvidia eine Serie von Open-Source-KI-Modellen, Simulationstools und Datensätzen für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge vor. Das Paket umfasst unter anderem Alpamayo 1, ein sogenanntes Vision-Language-Action-Modell mit Fähigkeiten zum Schritt-für-Schritt-Reasoning. Das Modell mit 10 Milliarden Parametern generiert nicht nur Fahrwege, sondern liefert auch nachvollziehbare Erklärungen für seine Entscheidungen. Die Modellgewichtungen und Inferenz-Skripte sind frei zugänglich. "Alpamayo bringt Reasoning-Fähigkeiten in autonome Fahrzeuge, die es ihnen ermöglichen, seltene und komplexe Szenarien zu analysieren und ihre Fahrentscheidungen zu erklären", so Jensen Huang.

Zusätzlich stellt Nvidia mit Alpasim ein offenes Simulations-Framework sowie offene Datensätze für physikbasierte KI und seltene Fahrszenarien bereit. Mit diesen Werkzeugen können Hersteller und Forschungsteams ihre eigenen Modelle entwickeln, testen und für den Einsatz in Betriebssystemen optimieren respektive destillieren.

Laut der Mitteilung zeigen bereits mehrere Branchenakteure Interesse an Alpamayo, insbesondere für die Entwicklung von autonomen Fahrsystemen des Levels 4.

 

An der diesjährigen CES präsentieren übrigens auch drei Empa-Spin-offs ihre Innovationen. Mit einem 1-Minuten-Akku und einer lüfterlosen Kühlung für Laptops zeigen sie, wie Forschung zu marktreifen Produkten wird - mehr dazu lesen Sie hier

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