Update: Swisscom und Sunrise einigen sich aussergerichtlich
Sunrise soll einen Mitbenutzungsvertrag aus dem Jahr 2017 verletzt haben. Die Swisscom verklagte Sunrise im Februar deshalb auf 90 Millionen Franken Schadenersatz. Die Telkos einigten sich nun aussergerichtlich.
Update vom 25.04.2024: Swisscom und Sunrise haben sich in Bezug auf die millionenschwere Schadenersatzklage aussergerichtlich geeinigt. Das verriet Sunrise-Chef André Krause im Interview mit der "Handelszeitung". "Die Klage ist aus der Welt. Wir haben uns in der Zwischenzeit mit Swisscom geeinigt", heisst es in dem Interivew.
"Wir haben mit Swisscom eine Lösung zu Bedingungen gefunden, die für uns ökonomisch unwesentlich sind", sagte der Sunrise-CEO weiter. Ob es zu Zahlungen gekommen sei, verriet er nicht: "Wir haben Stillschweigen über die Details vereinbart", wird er von der "Handelszeitung" zitiert.
Originalmeldung vom 22.02.2024:
Swisscom verklagt Sunrise auf Schadenersatz
Swisscom verklagt Sunrise auf Schadenersatz in Höhe von 90 Millionen Franken. Grund ist ein zwischen Swisscom und UPC abgeschlossener Mobilfunkmitbenutzungsvertrag aus dem Jahr 2017, wie "Watson" berichtet. Nach der Übernahme von UPC durch den Sunrise-Mutterkonzern Liberty Global im Jahr 2021 habe Sunrise begonnen, die UPC-Kundschaft vom Swisscom- auf das Sunrise-Netz umzusiedeln, heisst es weiter. Swisscom habe die Klage im Januar 2023 eingereicht, heisst es im Geschäftsbericht von Liberty Global. Rückstellungen für den Fall einer Niederlage vor Gericht macht Liberty Global laut "Watson" keine.
Das Verfahren sei noch hängig, sagt eine Sprecherin des Handelsgerichts Bern, wo der Fall verhandelt wird, gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Genauere Angaben zu dem laufenden Verfahren wollen laut "Watson" weder Swisscom noch Sunrise machen.
Apropos: Nachdem Swisscom und Salt der MMS den Stecker gezogen haben, zieht Sunrise nun nach. Mehr zu der Einstellung des MMS-Dienstes lesen Sie hier.
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