Update: Ostschweizer Kantone und Liechtenstein partnern für KI in der Verwaltung
Die Mitglieder der Ostschweizer Regierungskonferenz arbeiten bei der Einführung und Nutzung von KI in ihren Verwaltungen zusammen. Nach ersten gemeinsamen Untersuchungen unterzeichnen die Kantone und Liechtenstein nun eine Vereinbarung für künftige Projekte.
Update vom 17.06.2026: Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau führen ihre Zusammenarbeit im KI-Bereich fort. Im Rahmen der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) unterzeichnen sie eine entsprechende Vereinbarung. Ebenfalls an der Vereinbarung beteiligen sich das Fürstentum Liechtenstein sowie der Kanton Zürich als assoziierte Mitglieder der Konferenz.
Die Vereinbarung folgt auf erste gemeinsame Untersuchungen zum Potenzial von KI in der Verwaltung. Die jetzt getroffene Vereinbarung sehen die Unterzeichnenden als Grundlage für künftige gemeinsame KI-Projekte und Beschaffungen.
In einer gemeinsamen Mitteilung zeigen sich die Partner vom Mehrwert des Vorhabens überzeugt. Der kooperative Ansatz ermögliche es, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Chancen im Umgang mit KI effizient zu nutzen. Es würden nicht nur Synergien geschaffen, sondern auch Kosten gespart.
Update vom 14.04.2026:
Ostschweizer Kantone und Liechtenstein zeigen KI-Potenziale in Verwaltungen auf
Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, St. Gallen, Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein haben gemeinsam eine Studie zur Nutzung von künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Ziel war die Identifikation und Beurteilung konkreter Einsatzmöglichkeiten der Technologie.
Insgesamt hat die Allianz über 120 Anwendungsfälle gesammelt, kategorisiert und beschrieben, wie der Kanton St. Gallen mitteilt. Diese reichen von Büroassistenz über Auskunftssysteme bis hin zu datenbasierten Entscheidungsunterstützungen. Zudem habe man für jeden Fall eine Erstbewertung bezüglich Nutzen, Machbarkeit und möglichen Risiken vorgenommen.
Die Ergebnisse stellen die Beteiligten nun in einer interaktiven Übersicht zur Verfügung. Laut Mitteilung belegen diese das hohe Potenzial des KI-Einsatzes "für effizientere und effektivere Behördenleistungen". Die Untersuchung habe aber auch ergeben, dass KI-Systeme hohen Anforderungen gerecht werden müssen. Ein wirtschaftlicher Einsatz stelle sich zudem nur ein, wenn die Lösungen möglichst breit eingesetzt würden, schreibt der Kanton St. Gallen.
Interkantonale Zusammenarbeit wird fortgeführt
Gemäss Mitteilung hat sich vor allem auch die interkantonale Zusammenarbeit bewährt. Die fünf Kantone und das Fürstentum Liechtenstein konnten ihre Kräfte bündeln und Synergien nutzen. Deshalb wolle man auch in Zukunft weiter gemeinsam an dem Projekt arbeiten. Konkret bedeute dies: die erstellte Sammlung an Anwendungsfällen regelmässig überprüfen, aktualisieren und erweitern. Zudem soll auch ein periodischer Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Umsetzung von KI-Projekten stattfinden.
Der Kanton St. Gallen beispielsweise will nun laut Mitteilung gemeinsam mit den St. Galler Gemeinden eine Umsetzungsplanung erarbeiten. Diese diene als Grundlage für ein Programm zur Einführung und zum Betrieb von KI in Verwaltungen. Gleichzeitig wolle der Kanton dadurch dem Auftrag der Finanzkommission zur Erarbeitung einer kantonalen KI-Strategie gerecht werden.
Originalmeldung vom 03.04.2025:
Ostschweizer Kantone und Liechtenstein untersuchen KI-Potenziale
Die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein wollen fundiert entscheiden, wo und wie sie künstliche Intelligenz in der Verwaltung einsetzen können. Zu diesem Zweck gaben die sechs Gebietskörperschaften eine gemeinsame Studie in Auftrag.
Derzeit fehlt eine strukturierte Übersicht darüber, in welchen Bereichen KI-Technologien die Verwaltungsarbeit effizienter gestalten oder die Dienstleistungsqualität für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen verbessern können, wie der Kanton St. Gallen mitteilt. Genau diese Lücke soll die Studie schliessen und konkrete Anwendungsfelder mit messbarem Mehrwert identifizieren.
In den kommenden Monaten entwickeln die Kantone gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen eine Übersicht über potenzielle KI-Anwendungen für ihre Verwaltungen. Diese würden anschliessend nach Kriterien wie Machbarkeit und Risiken evaluiert. Besonders vielversprechende Lösungen, die einen konkreten gesellschaftlichen Nutzen versprechen und sich verantwortungsbewusst einsetzen liessen, will man anschliessend vertieft prüfen. Die Studienergebnisse sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, um Verwaltungsprozesse weiterzuentwickeln und das Dienstleistungsangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu verbessern, wie es in der Mitteilung heisst.
Vom gemeinsamen Vorgehen verspricht man sich die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Synergien zwischen den beteiligten Verwaltungen zu nutzen. Die Ergebnisse der Studie sollen Ende 2025 vorliegen. Diese sollen denn auch als Grundlage für die Entwicklung einer KI-Strategie dienen, wie sie der Kantonsrat des Kantons St. Gallen fordert. Diese Strategie soll auf einer fundierten Potenzial- und Umfeldanalyse aufbauen und die Richtlinien für den Einsatz von und den Umgang mit KI in der Verwaltung festlegen.
Am Swiss E-Government Forum haben der Bund, Kantone und Gemeinden übrigens gezeigt, wie sie mit generativer KI experimentieren und was für Anwendungen dabei entstehen - mehr dazu lesen Sie hier.
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