KI etabliert sich in der Cyberabwehr von Schweizer Unternehmen
Künstliche Intelligenz gewinnt in der Cybersecurity an Bedeutung - auch in der Schweiz. Bereits drei Viertel der Unternehmen hierzulande setzen KI in der Cyberabwehr ein, wie eine Umfrage von Trend Micro zeigt. Gleichzeitig wachsen die Bedenken bezüglich der Gefahren.
77 Prozent der Schweizer Unternehmen setzen bereits künstliche Intelligenz im Rahmen ihrer Cybersicherheitsstrategie ein, weitere 17 Prozent prüfen deren Implementierung. Dies geht aus einer Umfrage des japanischen Anbieters von IT-Sicherheitslösungen Trend Micro hervor. 2250 IT-Entscheider aus 21 Ländern nahmen daran teil, darunter 100 aus der Schweiz.
Demnach zeigen sich nahezu alle Befragten (96 Prozent in der Schweiz, 97 Prozent weltweit) aufgeschlossen gegenüber KI-Lösungen. Zwei Drittel der Befragten aus der Schweiz nutzen bereits KI-Tools für wichtige Security-Prozesse wie das automatisierte Auffinden von Assets, Risikopriorisierung und Anomalieerkennung. Zudem hoffen viele Verantwortliche auf die Möglichkeiten von KI, um ihre Cybersicherheit zu verbessern: Für 42 Prozent der befragten Unternehmen in der Schweiz wie auch weltweit haben KI und Automatisierung oberste Priorität zur Verbesserung der Cybersicherheit.
Zunehmende Sorgen um die Gefahren der KI
Gleichzeitig wachsen die Bedenken: 94 Prozent der Befragten erwarten, dass sich KI in den kommenden drei bis fünf Jahren negativ auf die Cybersicherheit auswirken wird. Zwei Drittel der Befragten aus der Schweiz rechnen zudem mit einer Zunahme des Umfangs und der Komplexität von KI-gesteuerten Angriffen.
Die Hauptsorgen betreffen den Datenschutz: 44 Prozent fürchten die Offenlegung sensibler Daten, 41 Prozent den Missbrauch durch nicht vertrauenswürdige KI-Modelle. Weitere Risiken sehen die Befragten in der Überwachung neuer Endpunkte (31 Prozent), Schatten-IT (30 Prozent) und erhöhtem Compliance-Druck (30 Prozent).
Tatsächlich setzen auch Cyberkriminelle mehr und mehr auf KI-Tools - in welcher Art und Weise und mit welchen Absichten, zeigt eine Untersuchung der Google Threat Intelligence Group. Mehr dazu lesen Sie hier.
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