EFK prüft KI-Einsatz bei der Finma
Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat den Einsatz von KI-Systemen bei der Finma untersucht. Der Bericht zeigt: Die Aufsichtsbehörde nutzt KI bisher nur punktuell und steht beim systematischen Aufbau noch am Anfang.
Im Jahr 2024 beaufsichtigte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) rund 30'000 Finanzinstitute und -produkte. Um ihre Aufsichtstätigkeit effizienter zu gestalten, setzt die Behörde zunehmend auf den Einsatz neuer Technologien wie KI. Nun hat die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) den Einsatz von KI-Systemen bei der Finma unter die Lupe genommen, wie das Finanzaufsichtsorgan des Bundes mitteilt.
Im Fokus der Prüfung stand laut EFK, ob die Finma KI wirtschaftlich und vertrauenswürdig einsetzt. Die Kontrollbehörde orientierte sich demnach an drei Handlungsfeldern: Vertrauen verdienen, Effizienz steigern, Kompetenzen aufbauen. Als Grundlage habe die KI-Teilstrategie des Bundes gedient, die zentrale Leitlinien für den Einsatz von KI in der Bundesverwaltung vorgibt.
Laut EFK befindet sich die Finma noch in einer frühen Phase des KI-Kompetenzaufbaus. Zwar verfüge die Finanzbehörde über erste Voraussetzungen für den KI-Einsatz, es fehle jedoch ein institutionalisierter Rahmen zur systematischen Bewertung von Kriterien wie Transparenz, Verlässlichkeit oder Nichtdiskriminierung. Auch strukturierte Verfahren zur Messung von Wirkung und Wirtschaftlichkeit seien bislang nicht etabliert. Des Weiteren nutzt die Finma ihre Kompetenzen in Datenwissenschaft und künstlicher Intelligenz bislang nur vereinzelt im Austausch mit anderen Stellen der Bundesverwaltung, wie es im Bericht weiter heisst.
Gleichzeitig attestiert die EFK der Finma aber auch eine solide Ausgangslage für eine stärker technologiebasierte Aufsicht. Die bisher entwickelten, meist prototypischen KI-Systeme kämen bereits punktuell unterstützend zum Einsatz, etwa bei der Datenaufbereitung oder Analysevorbereitung. Die bisherigen Erfahrungen würden zudem Potenziale für einen wechselseitigen Austausch bieten, von dem sowohl die Finma als auch die Bundesverwaltung profitieren könnten.
Die Finma selbst hat von ihr regulierte Finanzdienstleister in Sachen künstlicher Intelligenz ins Gebet genommen. Im Dezember 2024 machte die Behörde auf die Risiken der KI-Nutzung aufmerksam. Lesen Sie hier mehr dazu.
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