Grosser Rat in Appenzell Innerrhoden setzt auf KI-gestützte Protokollierung
Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat Testversuche für eine KI-gestützte Protokollierung der Sessionen des Grossen Rates durchgeführt - mit positiver Bewertung. Die Standeskommission hat nun die Einführung der Technologie für die Transkription beschlossen.
Die Standeskommission Appenzell Innerrhoden hat die Einführung von KI-gestützter Protokollierung der Sessionen des Grossen Rates beschlossen. Der Beschluss folgt nach einer Testphase mit Audioaufnahmen des Grossen Rates vom März, Juni und Oktober 2025, wie der Kanton mitteilt. Die Software könne gesprochene Sprache in Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch sowie im Innerrhoder Dialekt transkribieren.
Mit der neuen Technologie möchte der Kanton Zeit einsparen, wie es weiter heisst. Eine Schlussredaktion der Transkription bleibe jedoch weiterhin nötig. Die Testversuche haben gemäss Mitteilung zudem gezeigt, dass das Mikrofonsystem die Transkriptionsqualität beeinflusst. Deswegen plant der Kanton, den Grossratssaal mit einer Aufnahmeanlage im Wert von 14'000 Franken auszustatten - für ein besseres Ausblenden der Nebengeräusche sowie die Kompensation von ungleichen Abständen von Rednerinnen und Rednern.
Die vergangenen Debatten des Grossen Rates sind laut Mitteilung bereits als Audio verfügbar. Mit der Protokollierungsanwendung sollen auch Funktionen wie etwa die Stichwortsuche verfügbar sein.
Übrigens: Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat 2024 ein Verzeichnis veröffentlicht, das über den Einsatz von algorithmischen Systemen in der Verwaltung informiert. Lesen Sie hier mehr dazu.
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