Zahlen von Omdia

Globaler Smartphone-Markt legt zu

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von Dylan Windhaber und cbi

Die weltweiten Smartphone-Verkäufe sind 2025 um 2 Prozent gestiegen. Wachstumstreiber waren die hohe Nachfrage nach Upgrades und Ersatzgeräten. Steigende Speicher- und Komponentenkosten deuten jedoch auf eine Abschwächung des Marktes 2026 hin.

(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)
(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)

Im Jahr 2025 wurden weltweit über 1245,5 Millionen Smartphones verkauft. Das zeigen Zahlen des Marktforschers Omdia. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Absätze somit um 2 Prozent gestiegen - laut Omdia das stärkste Jahresergebnis seit 2021. Saisonale Effekte sowie die starke Performance mehrerer Hersteller trugen massgeblich zu dieser Entwicklung bei, wie Omdia schreibt. Im vierten Quartal 2025 habe der Smartphone-Markt ein Wachstum von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet, während der Markt im zweiten Quartal noch einen leichten Rückgang aufwies.

Die Nachfrage über das Gesamtjahr hinweg wurde laut dem Marktforschungsunternehmen sowohl von Nutzerinnen und Nutzern getragen, die auf neuere Modelle umsteigen wollten, als auch von jenen, die ein neues Gerät benötigten. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im Geschäftsumfeld hätten mehrere Anbieter 2025 Rekordumsätze erzielt.

Apple verteidigt Spitzenplatz

Mit Auslieferungen von 240,6 Millionen iPhones verzeichne Apple 2025 ein Wachstum von 7 Prozent. Damit erzielte der Tech-Gigant gemäss Omdia sein bislang höchstes Jahresvolumen und landet das dritte Jahr in Folge auf Platz 1 der weltweit grössten Hersteller. Nur ganz knapp hinter Apple - ebenfalls mit einem Wachstum von 7 Prozent - liegt laut Analyse Samsung. Nach drei Jahren rückläufiger Absatzzahlen habe sich der südkoreanische Konzern deutlich erholt. Gemeinsam mit Apple führt Samsung deshalb den Markt an: Beide Hersteller verfügen über einen Marktanteil von rund 19 Prozent - im Vorjahr lag dieser bei beiden noch bei 18 Prozent.

Auf Platz 3 der grössten Smartphone-Hersteller rangiert Xiaomi. Wie Omdia schreibt, konnte der chinesische Anbieter ungeachtet seines schwierigen Jahresabschlusses mit rückläufigen Smartphone-Auslieferungen um 2 Prozent seinen Platz im Ranking halten. Mit 165,4 Millionen Gerätelieferungen im Jahr 2025 verfüge Xiaomi über einen Marktanteil von 13 Prozent.

Unsicherer Ausblick auf 2026 

"Obwohl 2025 insgesamt für die meisten Anbieter ein positives Jahr war, zeichnet sich für den Ausblick auf 2026 Gegenwind ab", lässt sich Runar Bjorhovde, Senior Analyst bei Omdia, in der Mitteilung zitieren. Bereits Ende 2025 hätten zunehmende Speicher- und Komponentenkosten den Markt gedrückt - was laut Omdia auf ein eher schwieriges Jahr 2026 hindeutet. Insbesondere kleinere Hersteller mit begrenzt langfristigen Lieferantenbeziehungen seien gefährdet. 

Anbieter, Lieferanten und Partner, die Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs agil meistern, hätten einen Wettbewerbsvorteil, sagt Le Xuan Chiew, Research Manager bei Omdia. "Diese Bedingungen schaffen eine strategische Chance, um Kunden, die auf Upgrades umsteigen, zu gewinnen, neue Kanäle zu erschliessen und Marktanteile zu sichern, die für die langfristige Stabilität entscheidend sind", ergänzt Chiew. Der Fokus der Hersteller müsse weiterhin auf den Endkundinnen und Endkunden liegen: "Da sich die Kaufprozesse stetig weiterentwickeln, reicht es nicht mehr aus, nur die Kundenwünsche zu kennen."

 

Samsung hat übrigens 2025 sein neues zweifach faltbares Smartphone, das Galaxy Z Trifold, vorgestellt. Apple präsentierte gleich mehrere neue iPhone-Modelle: 17, 17 Pro, 17 Pro Max und Air.

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