Adecco-Umfrage

Führungskräfte und Angestellte haben unterschiedliche Erwartungen an KI

Uhr
von Tobias Seefeld und jor

Die Führungsetagen von Unternehmen haben oft andere Vorstellungen zum KI-Einsatz als die Belegschaft, wie eine Umfrage von Adecco zeigt. Demnach erwarten viele Führungspersonen, dass KI-Workflows in den nächsten 12 Monaten vollständig integriert sind, wobei klare Strategien für Mitarbeitende oftmals fehlen.

(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)
(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz ist aus dem Arbeitsalltag vieler Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Führungspersonen hegen den Wunsch, KI-Agenten möglichst bald in alle Abläufe zu integrieren, wie aus einer Umfrage von Adecco hervorgeht, an der rund 2000 Führungskräfte aus 13 Ländern teilnahmen. Die Belegschaft sei dagegen oftmals noch nicht ausreichend auf diesen Schritt vorbereitet, teilt der Personaldienstleister mit.

45 Prozent der befragten Führungspersonen erwarten laut Mitteilung, dass Workflows mit KI-Agenten innerhalb eines Jahres die Norm sind. Diese Meinung teilen jedoch nur 30 Prozent der Angestellten, wie Adecco bereits im Oktober 2025 in einer Umfrage feststellte. Dennoch seien 70 Prozent der Belegschaft bereit, mit KI zu arbeiten, während nur 39 Prozent der Führungskräfte ihre Mitarbeitenden für bereit halten würden.

Gleichzeitig seien Anstellungsstrategien mehrheitlich nicht an KI-Workflows angepasst: Laut Mitteilung geben nur 36 Prozent der befragten Führungspersonen an, dass die neuen Möglichkeiten, die KI bietet, in ihrer Firma klar kommuniziert werden. 39 Prozent würden ihre Angestellten bei der Neuausrichtung von Arbeitsabläufen mit einbeziehen und nur 22 Prozent seien überzeugt, dass ihr Unternehmen zukunftstaugliche Fähigkeiten in der Belegschaft entwickle.

Aus diesen Zahlen schliesst Adecco, dass es bei den Erwartungen an KI eine Lücke zwischen Führungskräften und Angestellten gibt. Diese könne nur überbrückt werden, indem Führungspersonen klar kommunizieren würden, wie KI das Unternehmen verändern werde und welche Chancen sich dabei für die Mitarbeitenden ergeben würden.

Denis Machuel, CEO der Adecco Group.

Denis Machuel, CEO der Adecco Group. (Source: zVg)

"KI bewegt sich vielleicht mit Softwaregeschwindigkeit, aber das Vertrauen in die Organisation bewegt sich mit menschlicher Geschwindigkeit", sagt Denis Machuel, CEO der Adecco Group. "Unternehmen, die diese Lücke ignorieren, werden Schwierigkeiten haben, Pilotprojekte in konkrete Ergebnisse umzuwandeln."

 

Unternehmen investieren weltweit sehr viel Geld in KI: Gartner prognostiziert für 2026 KI-Ausgaben von über 2,5 Billionen US-Dollar, wie Sie hier lesen können.

Webcode
Gxt2HtfD