Cyberkriminelle ködern mit vergünstigten Freizeitpark-Tickets
Cyberkriminelle betreiben gefälschte Ticketshops für bekannte Freizeitparks wie den Europa-Park. Auf den Fake-Websites locken sie mit vermeintlichen Rabatten. Wer dort bestellt, bezahlt für Eintrittskarten, die es nicht gibt.
Die Kantonspolizei Zürich warnt vor gefälschten Onlineshops, die Eintrittskarten für bekannte Freizeitparks anbieten. Die Websites imitieren die offiziellen Ticketshops der Parks und wirken professionell. Interessierte gelangen über Suchmaschinen, Onlinewerbung oder soziale Medien auf die Seiten, wie es auf "Cybercrimepolice.ch" heisst.

Beispiel eines gefälschten Ticketshops mit vermeintlichen Rabatten auf Europa-Park-Tickets. (Source: zVg)
Die von der Kapo dokumentierte Fake-Site biete Eintrittskarten für den Europa-Park und Rulantica an. Dazu gehörten etwa Tageskarten und kombinierte "Ride & Slide"-Tickets. Vermeintliche Rabatte von bis zu 25 Prozent sollen die Angebote besonders attraktiv erscheinen lassen.
Bestellprozess wie im echten Shop
Auch beim Bestellvorgang orientieren sich die Kriminellen laut Kapo Zürich an den echten Ticketshops. Nutzende könnten das Besuchsdatum und die Anzahl Personen wählen, die Tickets in den virtuellen Warenkorb legen und die Bestellung fortsetzen. So entstehe der Eindruck, man befinde sich auf der offiziellen Verkaufsplattform.

Der Warenkorb der gefälschten Ticketshops erweckt den Eindruck, man befinde sich auf einer offiziellen Verkaufsplattform. (Source: zVg)
Gültige Eintrittskarten erhalten die Betroffenen jedoch nicht, wie die Kapo schreibt. Wer bezahlt, verliere lediglich sein Geld. Zudem bleibt es laut Kapo nicht immer beim angezeigten Ticketpreis. Je nach Website würden die Betrüger mehrere oder höhere Beträge abbuchen.
Gratistickets als Köder
Zudem kursieren betrügerische oder irreführende Gewinnspiele, die kostenlose Freizeitpark-Tickets versprechen, wie die Polizei auf ihrem Portal warnt. Dabei würden zunächst persönliche Daten abgefragt und anschliessend weitere Angebote präsentiert. Darunter befänden sich beispielsweise kostenpflichtige Abos, bei denen man nach einem Abschluss mit zusätzlichen Kosten rechnen müsse.
Die Kapo empfiehlt, Eintrittskarten nur über die offizielle Website des jeweiligen Freizeitparks oder bei autorisierten Vertriebspartnern zu kaufen. Im Zweifelsfall sollten Interessiere direkt beim betreffenden Unternehmen nachfragen, ob ein Angebot seriös sei. Sensible Daten sollte man zudem erst nach gründlicher Prüfung preisgegeben. Verdächtige Ticketshop-URLs können an "Cybercrimepolice.ch" gemeldet werden.
Wer bereits Daten weitergegeben hat, sollte umgehend die Bank informieren, die betroffenen Karten sperren lassen und bei der Kantonspolizei Anzeige erstatten. Wer auch seine Adressdaten angegeben hat, sollte zudem auf ungewöhnliche Bestellungen oder Rechnungen im eigenen Namen achten.
Übrigens warnt die Kapo Zürich auch vor gefälschten Reisebestätigungen im Namen von Hotelplan. Damit locken Cyberkriminelle Betroffene auf Phishing-Sites, um persönliche Daten abzugreifen. Mehr zu dieser Betrugsmasche lesen Sie hier.
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