Kapo Zürich warnt

Betrüger fordern über gestohlene Whatsapp-Konten Geld

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von Elia Ferrari und dwi

Cyberkriminelle übernehmen Whatsapp-Konten und kontaktieren die Bekannten ihrer Opfer. Dabei bitten sie um Geld oder verschicken betrügerische Links. Teilweise veröffentlichen sie ihre Geldforderungen auch im Whatsapp-Status.

(Source: magnific.com)
(Source: magnific.com)

Cyberkriminelle nutzen gestohlene Whatsapp-Konten, um die Kontakte der Opfer nach Geld zu bitten. Um Zugriff auf die Konten zu erhalten, greifen die Kriminellen auf verschiedene Maschen zurück, wie die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Portal Cybercrimepolice.ch mitteilt. Eine dieser Betrugsmaschen sind gefälschte Abstimmungen für angebliche Tanzwettbewerbe. 

Sobald die Kriminellen ein Konto kontrollieren, kontaktieren sie darüber die Kontakte ihrer Opfer, wie die Kapo schreibt. Wer die Nachrichten der Betrüger erhalte, könne diese meist kaum von einer normalen Nachricht unterscheiden. Die Nachrichten erscheinen laut Kapo nämlich im gewohnten Chatverlauf mit derselben Telefonnummer und demselben Profil der bekannten Person. Tatsächlich stammen sie jedoch von den Cyberkriminellen.

Die Cyberkriminellen verschicken Nachrichten, die sich vom restlichen Chatverlauf kaum unterscheiden. (Source: zVg)

Das Vertrauen der Kontakte nutzen die Betrüger laut Kapo auf zwei Arten. Zum einen verwickeln sie die Personen in private Unterhaltungen und bitten sie unter einem Vorwand um Geld. Zum anderen veröffentlichen sie Geldforderungen im Whatsapp-Status des übernommenen Kontos, um so mehrere Kontakte gleichzeitig zu erreichen. 

Die Cyberkriminellen posten in den Whatsapp-Status des übernommenen Kontos, um mehrere Kontakte gleichzeitig zu erreichen. (Source: zVg)

Die Begründung, warum das Geld gebraucht wird, der Betrag, der benötigt wird, sowie die Zahlungsart unterscheiden sich gemäss Kantonspolizei. Zusätzlich verschicken die Kriminellen Links zu gefälschten Websites, um sich Zugriff auf noch mehr Konten zu verschaffen und die Masche weiterzuverbreiten, wie die Kapo ergänzt. 

Empfehlungen der Kapo

  • Ungewöhnliche Anfragen von Bekannten, auch Geldforderungen im Whatsapp-Status, sollte man über einen anderen Kommunikationsweg prüfen und erst danach Geld überweisen.
  • Links in Nachrichten sollte man nicht folgen und Passwörter oder Sicherheitscodes niemals weitergeben. Zudem empfiehlt sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Kanälen, die diese anbieten.
  • Wer Daten preisgegeben hat, sollte unter "Verknüpfte Geräte" unbekannte Geräte abmelden, die eigenen Kontakte warnen und Anzeige erstatten. Bei bereits überwiesenen Geldbeträgen sollte man umgehend die Bank oder den Zahlungsdienstleister kontaktieren.

 

Die Kapo Zürich warnt übrigens auch vor Cyberkriminellen, die gefälschte Ticketshops für bekannte Freizeitparks betreiben und darauf mit vermeintlichen Rabatten locken. Hier lesen Sie mehr dazu. 

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