Preisdruck belastet den globalen Smartphone-Markt
Der Smartphone-Markt schrumpft. Laut Omdia gingen die Verkäufe im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zurück. Kostendruck bei Arbeitsspeicher und Datenspeicherung hat dazu geführt, dass sich weniger Geräte mit tiefer Marge und somit tiefer Preisflexibilität verkaufen.
Verkäufe im Smartphone-Markt sind im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zurückgegangen. Anbieter von Geräten mit tiefer Marge lieferten aufgrund von Kostendruck bei Arbeits- und Datenspeicher weniger Geräte aus, wie Marktforscher Omdia feststellt.
Der Rückgang um 20 Prozent folgt auf einen Rückgang um 6 Prozent im Jahr 2025. 45 Prozent der ausgelieferten Geräte kämen im dritten Quartal 2026 von Samsung und Apple. Dies seien 8 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor, was darauf hindeute, dass der Kostendruck von Arbeits- und Datenspeicher die Wettbewerbsbedingungen im Smartphone-Markt verändert. Samsung und Apple verzeichnen demnach geringere Absatzrückgänge als die Konkurrenz im Massenmarkt.

Samsung kann den Rückgang im Markt abfedern
Samsung ist gemäss Omdia weiterhin der Anbieter mit dem höchsten Marktanteil von 23 Prozent. Mit dem breiten Angebot und globaler Präsenz konnte der Hersteller den Marktrückgang abfedern. Zusätzlich habe Samsung seine Position im Premium-Markt durch die Lancierung des Galaxy Z Fold 8 und Flip8 gestärkt.
Apple baut Position mit neuen iPhone-Modellen aus
Apple kommt auf einen Marktanteil von 22 Prozent und zeigt dem Marktforscher zufolge ebenfalls Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Marktrückgang. Apple konnte im Jahr 2026 seine Marktposition durch die Nachfrage nach den Modellen iPhone 17, iPhone 18 Pro und Pro Max stärken. Weiter sei Apple mit der Lancierung des iPhone Duo in den Markt für faltbare Smartphones eingetreten.
Preisdruck trifft vor allem Märkte in Schwellenländern und Anbieter von Billig-Smartphones
"Für Anbieter, die vor allem durch Erschwinglichkeit konkurrieren, wird es immer schwieriger, Profite zu schützen, ohne weniger Geräte auszuliefern", sagt Lucas Zhong, Senior Analyst bei Omdia. "Der Druck ist in Schwellenländern, in denen Konsumenten preissensibler sind und Verkäufer stark auf Einstiegslevel-Geräte angewiesen sind, besonders gross." Verkaufen diese Anbieter weniger Geräte in Schwellenländern, riskieren sie, langfristig Marktrelevanz und -präsenz zu verlieren.
In einer weiteren Untersuchung stellte Omdia einen Rückgang um einen Fünftel im weltweiten PC-Markt fest. Mehr dazu lesen Sie hier.
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