Lieferengpässe belasten globalen Tabletmarkt
Die weltweiten Auslieferungen von Tablets sind im zweiten Quartal 2026 um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Chromebook-Auslieferungen entwickelten sich ebenfalls rückläufig aufgrund sinkender Nachfrage im Bildungsbereich.
Weltweit sind im zweiten Quartal 2026 rund 36 Millionen Tablets ausgeliefert worden. Laut Marktforscher Omdia sanken die Auslieferungen damit im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent. Somit bricht der Tablet-Markt "zum ersten Mal seit Jahren" mit dem typischen saisonalen Muster, wie Omdia schreibt. Für gewöhnlich würden die Auslieferungen im zweiten Quartal aufgrund der Nachfrage rund um den Schulanfang ansteigen.
Weltweite Tablet-Auslieferungen vom vierten Quartal 2023 bis zum zweiten Quartal 2026. (Source: Omdia)
Im zweiten Quartal 2026 behielt Apple gemäss den Omdia-Zahlen trotz eines Rückgangs der Auslieferungen von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr seine Führungsposition bei. Der US-amerikanische Hersteller habe weltweit 13,5 Millionen iPads ausgeliefert und damit einen Marktanteil von 38 Prozent erreicht. An zweiter Stelle bleibt Samsung. Die Stückzahlen des südkoreanischen Anbieters gingen sogar um 13 Prozent im Jahresvergleich zurück und lagen im zweiten Quartal bei fast 6 Millionen Tablets.
Lenovo war laut Omnia das einzige unter den führenden Unternehmen, das ein Wachstum verzeichnete. Im Jahresvergleich kletterten die Auslieferungen um 27 Prozent hinauf. Auf den weiteren Plätzen in Omdias Top-5-Aufstellung folgen Xiaomi (7 Prozent weniger) und Huawei (16 Prozent weniger).
"Im vergangenen Quartal verzeichnete der Tablet-Markt einen der stärksten Rückgänge der vergangenen zwei Jahre", lässt sich Himani Mukka, Research Manager bei Omdia, zitieren. "Die Abschwächung war zwar erwartet worden, in den vorangegangenen Quartalen hatte sich der Markt jedoch widerstandsfähiger gezeigt als angenommen."
Chromebook-Auslieferungen gehen ebenfalls zurück
Auch beim Chromebook-Markt verzeichnet der Marktforscher einen erneuten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Chromebooks gehörten zu den Gerätekategorien, die aufgrund der aktuellen Lieferengpässe am stärksten betroffen seien, schreibt Omdia. Der Grund dafür liege beim überproportional grossen Anteil an Materialkosten für Speicher bei Geräten im Budget- und Bildungssegment.

Lenovo verzeichnete hier laut Omdia einen relativ moderaten Rückgang von 3 Prozent und behielt die Führungsposition bei. Acer rückte trotz eines Rückgangs von 4 Prozent auf den zweiten Platz vor. An dritter Stelle rangiert HP mit einem Rückgang von 13 Prozent, gefolgt von Asus, das im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent zulegen konnte. Omdia begründet dieses Wachstum mit der Rolle des Unternehmens als wichtigem Lieferanten für GIGA 2.0, dem Erneuerungszyklus im US-amerikanischen K-12-Bildungswesen sowie der Lagerauffüllung für den Schulanfang. In die andere Richtung weisen die Zahlen bei Dell, dessen Auslieferungen im Jahresvergleich um 47 Prozent sanken.
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