Steigende Preise bremsen den PC-Markt
Die weltweiten Verkäufe von Desktops, Notebooks und Workstations sind im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 4 Prozent zurückgegangen. Als Grund nennt der Marktforscher Omdia höhere Preise infolge von Lieferengpässen.
Im zweiten Quartal 2026 sind die weltweiten Verkäufe von Desktops, Notebooks und Workstations im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent zurückgegangen. Insgesamt setzten die Hersteller 65,7 Millionen Geräte ab, wie der Marktforscher Omdia mitteilt.

Weltweite Verkäufe von Desktops und Notebooks vom 1. Quartal 2023 bis zum 2. Quartal 2026. (Source: Omdia)
"Der starke Anstieg der Preise für Arbeitsspeicher und Speichermedien im ersten Quartal dieses Jahres hatte erhebliche Auswirkungen auf die Produktpreise im zweiten Quartal", sagt Ben Yeh, Principal Analyst bei Omdia.
Auch Apples Entscheidung, die Preise für alle Macbook-Modelle anzuheben, trug laut Omdia zur Preisentwicklung bei. Andere PC-Anbieter hätten bereits Ende des vierten Quartals 2025 mit Preiserhöhungen begonnen und diese anschliessend von Quartal zu Quartal angepasst.

Auswirkungen aktueller Veränderungen bei Verfügbarkeit und Preisgestaltung auf die Hardware-Erneuerungspläne von Kunden. (Source: Omdia)
"Nach den Vorzieheffekten im ersten Halbjahr deuten die Anzeichen nun auf eine Phase verzögerter Nachfrage hin, da die tatsächlichen Auswirkungen der Lieferengpässe allmählich deutlich werden", sagt Ishan Dutt, Forschungsdirektor bei Omdia. "Mehr als die Hälfte der im Rahmen der Omdia-Umfrage vom Juni befragten B2B-Vertriebspartner gab an, dass ihre Kunden Pläne zur Hardware-Erneuerung aufschieben, bis sich der Markt stabilisiert hat."

Marktanteile und Jahreswachstum bei den weltweiten Auslieferungen von Desktops und Notebooks. (Source: Omdia)
Lenovo konnte laut Omdia seine Spitzenposition behaupten. Das Unternehmen hält trotz eines Absatzrückgangs von 2 Prozent einen Marktanteil von 25 Prozent. Dahinter folgen HP mit einem Marktanteil von 21 Prozent (-9 Prozent) und Dell mit gut 14 Prozent Marktanteil und einem Minus von 5 Prozent.
Apple verzeichnete mit 7,3 Millionen verkauften Einheiten das stärkste Wachstum (+16 Prozent) unter den Herstellern. Omdia führt dies auf die hohe Nachfrage nach dem neuen Macbook Neo zurück.
Laut Omdia dürften die Verkaufspreise für PCs auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiter steigen. Weder bei den Speicher- noch bei den Speichermedienpreisen sei noch in diesem Jahr eine Trendwende zu erwarten. Der Marktforscher geht davon aus, dass PC-Anbieter den Kostendruck weiterhin an die Kunden weitergeben.
Die Omdia-Zahlen zu den globalen PC-Verkäufen im ersten Quartal 2026 können Sie hier nachlesen.
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