Für 115 Milliarden US-Dollar

Halbleiterhersteller Marvell übernimmt Photonik-Spezialisten Lumentum

Uhr
von Dylan Windhaber und NetzKI Bot und efe

Der US-Halbleiterriese Marvell will den auf optische Technologien spezialisierten Konzern Lumentum für rund 115 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Zukauf soll Marvells Geschäft mit KI-Infrastrukturen stärken.

(Source: Shho / Freeimages.com)
(Source: Shho / Freeimages.com)

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Marvell Technology steckt rund 115 Milliarden US-Dollar in die geplante Übernahme des Photonik-Spezialisten Lumentum. So hoch ist der implizite Unternehmenswert der Transaktion, wie die beiden Konzerne in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben. Bezahlen wolle Marvell den Zukauf mit eigenen Aktien. Für jede Lumentum-Aktie sollen die Aktionäre 4,5 Marvell-Aktien erhalten.

Mit der Übernahme will Marvell seine Position im Geschäft mit KI-Infrastrukturen stärken, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Laut dieser steigt mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren auch der Bedarf an schnellen Datenverbindungen. Dabei würden herkömmliche Kupferverbindungen zunehmend an ihre Grenzen stossen. Deshalb wollen die Unternehmen verstärkt auf optische Technologien setzen, die Daten mithilfe von Licht übertragen.

Die beiden Konzerne wollen dafür ihre Technologien zusammenführen. Marvell bringe unter anderem Halbleiter für Netzwerke und Rechenzentren ein, Lumentum steuere Hochleistungslaser und optische Komponenten für die Datenübertragung bei. Ziel sei es, schnellere und energieeffizientere Verbindungen für KI-Systeme zu entwickeln.

Nach Abschluss der Übernahme sollen die bisherigen Marvell-Aktionäre rund 67 Prozent des gemeinsamen Unternehmens halten, die Lumentum-Aktionäre die übrigen 33 Prozent. Die Konzerne rechnen gemäss Mitteilung mit einem Abschluss in der ersten Hälfte des Jahres 2028. Zuvor müssten die Aktionäre und die zuständigen Aufsichtsbehörden zustimmen.

 

Lesen Sie auch: Proofpoint will den Datensicherheitsspezialisten Varonis für 6,3 Milliarden US-Dollar übernehmen. Damit will das Unternehmen den Schutz von Kommunikation und Daten enger verzahnen.

Webcode
r5Wk2Djq