ISE 2026: Der MMTS zmörgelet wieder mit Mike Blackman
Im Rahmen der ISE hat der Berufsverband MMTS seine Mitglieder zu einem Frühstücksevent eingeladen. Nach einer Begrüssung durch ISE-Chef Mike Blackman gab es News vom Verband - unter anderem über ein neues Berufsbild.
Es mag zunächst seltsam klingen: Ein Schweizer Berufsverband trifft sich jedes Jahr in Barcelona für ein gemeinsames Zmorge. Es ist aber kein Zufall, dass der Verband Multimedia Tec Swiss (MMTS) die katalanische Hauptstadt für seinen Branchentreff ausgesucht hat. Der Anlass findet nämlich im Rahmen der ISE statt - die Leitmesse für Pro-AV und Digital Signage.
2026 fand das Branchenfrühstück zum fünften Mal statt und begann wie immer mit der traditionellen Grussbotschaft von Mike Blackman, Managing Director der ISE. Es sei immer schön, so viele Gäste aus der Schweiz zu sehen, sagte Blackman. "Diese Reise hat 2004 in der Schweiz angefangen." Damals besuchten 3500 Gäste 120 Aussteller aus 22 Ländern, die ihre Neuheiten auf einer Ausstellungsfläche von 3500 Quadratmetern zeigten.

Mike Blackman, Managing Director der ISE. (Source: Netzmedien)
Seitdem ist die Messe stark gewachsen. In diesem Jahr tummeln sich über 1750 Aussteller (davon 16 aus der Schweiz) auf einer Fläche von 101'000 Quadratmetern - die grösste ISE bisher (lesen Sie hier mehr dazu). Aufgrund der Anzahl Registrierungen geht Blackman davon aus, dass auch die Anzahl Besucherinnen und Besucher den im Vorjahr aufgestellten Rekord brechen wird; damals kamen 85'351Personen zur ISE, wie Sie hier nachlesen können. Aus der Schweiz sind 1248 Gäste angereist, wie Blackman am Frühstücksevent erklärte.
Die meisten Besucherinnen und Besucher kommen laut Blackman aus dem Channel. "Aber fast 30 Prozent sind Endkunden - die Personen, an denen Sie ihre Produkte und Dienste verkaufen", sagte Blackman. Dieser Anteil werde zudem immer grösser.

Markus Haller, Mitglieder & Akquisition und Vizepräsident von MMTS. (Source: Netzmedien)
MMTS-Vizepräsident Markus Haller sprach Blackman an dem Anlass darauf an, ob die Messe nicht schon überfüllt ist. "Die Warteschlangen bei den Toiletten, den Food-Ständen und den Getränkeautomaten waren lang. Wie gehen die Fira Barcelona und die ISE damit um?", fragte er Blackman. Dieser erinnerte daran, dass dies 2024 zwar ein Problem war, aber dass die Messe 2025 bereits daran gearbeitet habe, es zu lösen. "Man sieht keine Warteschlangen mehr", sagte er. Die Messe habe zusätzliche Eingänge aufgemacht sowie Shuttlebusse und Taxis auf die Eingänge verteilt.
Neues Berufsbild Gebäudesystemintegration
Der MMTS nutzte den Anlass auch, um News vom Verband zu verkünden. Rino Berwert, der beim Verband den Bereich Bildung verantwortet, war zum ersten Mal an der ISE dabei. Gemeinsam mit anderen Verbänden entwickelt MMTS derzeit ein neues Berufsbild: den Gebäudesystemintegrator beziehungsweise -integratorin mit eidgenössischem Fachausweis. "Das ist eine super Perspektive für AV-Fachleute und Multimedia-Elektroniker und -Elektronikerinnen, die sich in der Systemtechnik vertiefen und verbessern wollen", sagte Berwert. Das Berufsbild umfasse auch Elemente wie Projektleitung, Koordination und AV-Planung. "Wir machen diese auch bereit für einen weiteren Karriereschritt."
Das Qualifikationsprofil ist bereits erstellt. In einer Onlineumfrage können Interessierte Feedback dazu abgeben - allerdings nur noch bis zum 13. Februar. Etwa 30 bis 40 Rückmeldungen habe der Verband bereits erhalten und "es sieht aus, als ob wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Berwert.

Rino Berwert, Bildung beim MMTS. (Source: Netzmedien)
Diese Ausbildung soll nicht nur der AV-Branche offenstehen. "Alle, die irgendwie etwas in einem Gebäude zu tun haben, sollen diese Ausbildung ebenfalls machen können." Natürlich habe aber jede Branche ihren eigenen Fokus; deshalb werde es eigene Branchenzertifikate geben.
Anschliessend sprach MMTS-Geschäftsführerin Mary Napoli über das Engagement des Verbands an den Swissskills 2025 in Bern. Der Beruf Multimedia-Elektronikerin bzw. Elektroniker war erstmals mit einer Berufsdemonstration vertreten. "120'000 Besucher und Besucherinnen und 65'000 Schülerinnen und Schüler kamen aus der ganzen Schweiz", sagte Napoli.

Mary Napoli, Geschäftsführerin von MMTS. (Source: Netzmedien)
Der Verband hatte einen 50 Quadratmeter grossen Stand in Bern. Passend zum gezeigten Beruf lenkte natürlich eine 40-Quadratmeter-LED-Wand den Stand. Diese zeigte eine Live-Übertragung. "Das heisst, die Gäste sahen von Weitem, was die jungen Leute bei uns am Stand ausprobieren konnten." So konnten sie etwa Glasfaser spleissen oder ein Home-Cinema-System einrichten. Interessierte konnten sich mit einer VR-Brille auch an komplette, virtuelle Installationen wagen.
Über die Hälfte der Teilnehmenden lernten erst an am Stand den Beruf des Multimedia-Elektronikers und der Multimedia-Elektronikerin kennen, sagte Napoli. "Es ist also wichtig, an so einer Messe teilzunehmen, damit unser Beruf immer bekannter wird."

Christoph Widler, Präsident von MMTS. (Source: Netzmedien)
Zum Abschluss des Events informierte MMTS-Präsident Christoph Widler über einen Erste-Hilfe-Kurs, den MMTS-Mitglieder buchen können. "Falls Sie das schon länger nicht mehr gemacht haben, wäre es sicher sinnvoll, dieses Wissen wieder aufzufrischen", sagte er.
Die Redaktion berichtet vor Ort über das Geschehen. Alle News rund um die neuesten Produkte und Trends finden Sie hier im Dossier zur ISE 2026. Das Dossier wird laufend aktualisiert.
Abonnieren Sie jetzt den Newsletter des "IT-Markt", der Info-Drehscheibe für den Schweizer IT-Channel und verpassen Sie keine News mehr. Der Newsletter liefert Ihnen täglich die relevanten Meldungen für die Entscheider im Schweizer IT-Channel - vom Reseller über den Systemintegrator bis zum Disti.
SmartIT ernennt Head of Marketing und Sales
Betrüger geben sich für Kreditkartendaten als Godaddy aus
Investitionen in Schweizer IT-Start-ups legen stark zu
Google-Konzern plant massive KI-Investitionen
Bechtle meldet weniger Gewinn trotz starkem Schlussquartal
Retro-Encabulator: Wie man mit Jargon überzeugen kann
ISE 2026: Der MMTS zmörgelet wieder mit Mike Blackman
EFK zerpflückt Pestizid-Datenbank des Bundes
NGO-Bündnis warnt vor Ausweitung der Online-Überwachung