Oki schnappt Fälscher in flagranti
Oki hat in der Türkei nach monatelanger Ermittlungsarbeit einen Produktfälscherring auf frischer Tat ertappt. Der Hersteller führte die Razzia in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Partneragentur durch. Die Einsatztruppe konfiszierte Fälschungen mit einem Marktwert von mehr als einer Million Euro.
Druckerhersteller Oki ist erfolgreich gegen eine Gruppe von Produktfälschern vorgegangen. Gemeinsam mit sieben weiteren Druckerherstellern und unterstützt durch eine spezialisierte Partneragentur gelang es Oki nach monatelanger Ermittlungsarbeit, die Fälscher in der Türkei auf frischer Tat zu ertappen.
Wie Oki mitteilt, konfiszierte die Einsatztruppe erhebliche Mengen an Verbrauchsmaterialien inklusive Endprodukten und Komponenten für Farb- und Monotoner sowie Farbbänder. Die beschlagnahmten Güter haben laut Oki einen Marktwert von mehr als einer Million Euro.
Die sieben beteiligten anderen Druckerhersteller sind nach Angaben von Oki alle Mitglieder der Imaging Consumables Coalition of Europe, Middle East and Africa Group (ICCE).
Schweiz vermutlich nicht direkt betroffen
Ob die Ermittlungen in irgendeiner Form den Schweizer Markt betreffen, ist nicht eindeutig klar. Walter Briccos, Vice President Oki-BACH, erklärte auf Anfrage, dass Oki Europe bei den Ermittlungen gegen Produktfälscher gegenüber den Länderniederlassungen keine Informationen Preis gibt. Es sind geheime Operationen, damit nicht versehentlich Informationen an die Fälscher gelangen, bevor diese gefasst werden können.
Konkrete Zahlen oder Infos ob und wie viele gefälschte Oki-Produkte in die Schweiz gelangen, liegen Briccos nicht vor. Lediglich im Zusammenhang mit Reparaturen komme es hin und wieder vor, dass Fälschungen entdeckt würden.
Oki Europe erklärte auf Anfrage, dass die Operation dazu diente, den gesamten EMEA-Markt zu schützen. Sie hatte keinen spezifischen Bezug zu einzelnen Ländern. Hinsichtlich gefälschten Produkten im Schweizer Markt kann auch Oki Europe keine exakten Aussagen treffen. Aufgrund der Illegalität dieses "Geschäftszweiges" sei es kaum realisierbar entsprechende Erhebungen anzustellen. Die gefassten Fälscher wurden gemäss Oki an die türkischen Justizbehörden übergeben.
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