Boss Info gibt Tokens heraus, um das Eigenkapital zu erhöhen
Weil ein herkömmlicher Börsengang sich "merkwürdig" angefühlt hätte, ist Boss Info einen anderen Weg gegangen. Der Berner IT-Dienstleister gab stattdessen 10 Millionen Tokens heraus, um das Eigenkapital zu erhöhen.
Der IT-Dienstleister Boss Info hat eine neue Strategie, um seine Wachstumsziele zu erreichen: Tokenisierung. Das Berner Unternehmen will so die Eigenkapitalerhöhung öffentlichen Investoren zugänglich machen. Boss Info sei eines der ersten Schweizer KMUs, das diesen Weg beschreite, schreibt das Unternehmen.
"Wir verwenden für die Boss-Info-Tokens Ethereum, die zweitgrösste Blockchain nach Bitcoin", lässt sich Gründer, Inhaber und Verwaltungsratspräsident Simon Boss in der Mitteilung zitieren. Wie der Firmenwebsite zu entnehmen ist, gab das Unternehmen 10 Millionen Tokens heraus. Das Aktien-/Werterechtebuch werde neu in der Blockchain geführt.
"Es hätte sich merkwürdig angefühlt, einen herkömmlichen Börsengang in Erwägung zu ziehen", sagt Boss. "Tokens sind einfach und kostengünstig handelbar. Sie lassen sich unkompliziert von einem Eigner zum anderen übertragen und sämtliche Transaktionen in der Blockchain sind stets öffentlich einsehbar." Mittels Allowlisting erlaubt Boss Info allerdings nur Personen, die ihre Adressdaten vorgängig bekanntgegeben haben, Tokens zu übertragen.
Automatische Verträge
Ein weiterer Vorteil seien die integrierten Smart Contracts. Boss Info setzt für seine Tokens auf den Smart-Contract-Standard ERC20. So werden entsprechende Verträge, wie etwa der Aktionärsbindungsvertrag, automatisch eingehalten. "Da diese elektronisch im Smart Contract hinterlegt sind und das System automatisch bei allfälligen, vertraglichen Verletzungen reagiert", sagt Boss.
Ferner erklärt das Unternehmen, weshalb es sich für eine Eigenkapitalerhöhung entschieden habe. Im Gegensatz zum Fremdkapitalansatz zeichne sich dies durch weniger Abhängigkeiten aus. "Wenn es darum geht, zukünftige Businesschancen wahrzunehmen und damit weiter konsequent an der Umsetzung der Vision festzuhalten, ist diese Flexibilität eine entscheidende Voraussetzung, die damit gewahrt bleibt", sagt Simon Boss.
Das Unternehmen hat übriges seit Anfang Jahr einen neuen CEO: Daniel Arnold übernahm im Januar die Position des CEO von Simon Boss, wie Sie hier nachlesen können.
UBS vollendet Migration der Credit-Suisse-Kunden
Nvidia präsentiert Datacenter-CPU Vera und KI-Plattform Nemoclaw
Ransomware-Gruppe nutzt Cisco-Lücke seit Januar aus
SDEA gewinnt Award für Nachhaltigkeits-Plattform
Der Funk von morgen, die KI-Pläne von heute und der Cyberangriff von gestern
KI-Sicherheitslücken nehmen zu und werden kritischer
Tech-Konsortium steckt 12,5 Millionen US-Dollar in Open-Source-Sicherheit
Fast 50 Prozent der Schweizer Smartphone-User nutzen ein iPhone
Büsi missachtet wiederholt internationales Recht