"Top19" im Freiruum

Ingram Micro feiert mit bekannten Gesichtern in neuer Location

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von Coen Kaat

Ingram Micro hat zu seiner Hausmesse "Top" eingeladen. 2019 fand diese erstmals in Zug statt und nicht wie üblich in Luzern. Senior Managing Director Benno Schlumpf zeigte sich sehr zufrieden mit der neuen Location während seiner voraussichtlich letzten "Top".

"Es ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung", sagte Benno Schlumpf, Senior Managing Director Schweiz bei Ingram Micro an der diesjährigen Hausmesse "Top". "Was können und was sollen wir anders machen, und wie bleiben wir mit unserer Hausmesse attraktiv?" Der auffälligste Unterschied zu den vorherigen Hausmessen war 2019 der Austragungsort. Statt wie gewohnt in der Messe Luzern fand die "Top19" in der 1700 Quadratmeter grossen neuen Eventhalle Freiruum in Zug statt. Die Top19 gehört zu den ersten Grossveranstaltungen in der Halle, die August 2019 ihre Tore öffnete.

Im Vorjahr hatte Ingram Micro für die "Top18" die Superheldenkostüme hervorgeholt. Eines der Fokusthemen war Virtual Reality – so gingen Besucher etwa mit Datenbrillen gewappnet auf Zombiejagd. Das wirkliche Highlight war gemäss Schlumpf aber etwas ganz anderes, wie Sie im Eventbericht zur "Top18" nachlesen können.

"Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Location", sagte Schlumpf. Die neue Halle sei zwar etwas kleiner, "aber sie hat die optimale Grösse für unsere Hausmesse". Sie verleihe der "Top" eine gewisse Intimität und lade zum Gespräch ein.

Die "Top19" bot eine gute Mischung aus Produktvorstellungen und Networking. (Source: Netzmedien)

Vor allem für kleinere Händler seien solche Messen die einzige Möglichkeit, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten, sei dies für Kritik, direkte Fragen oder Anregungen – oder einfach zu einem Austausch. "Und das ist der wirkliche Wert des ganzen Events", sagte Schlumpf. Im persönlichen Gespräch mit vielen Besuchern wie auch Aussteller habe er nur positives Feedback erhalten. Allgemein wurde der Wechsel nach Zug gut aufgenommen. "Die Anzahl Aussteller wie auch Besucher lag dieses Jahr ganz knapp hinter dem Vorjahr, jedoch sind wir mit der Frequenz sehr zufrieden. Wir hatten die ganze Messe über viel Betrieb an den Ständen und auch im Gastro-Bereich. Ich gehe mal davon aus, dass die abwesenden Partner sich erst einmal an den neuen Standort gewöhnen müssen", fügt er mit einem Schmunzeln an.

Bessere Akustik und alles unter einem Dach

So ein Wechsel sei immer auch ein Risiko. Schliesslich sei der bisherige Veranstaltungsort, die Messe Luzern, sehr etabliert gewesen. Und auch das Penthouse, in dem die Top-Party jeweils stattfand, wurde gemäss Ingram Micros Schweiz-Chef sehr geschätzt.

"Gewisse Herausforderungen, die sich uns in Luzern stellten, fallen hier nun weg", sagte Schlumpf. "So lässt sich etwa das Catering im Freiruum einfacher organisieren." Ein weiteres Thema war der Ton. In Luzern habe man die Präsentationen auf der Bühne kaum hören können. "Obwohl die neue Location eine alte Industriehalle ist und kein Opernsaal, ist die Akustik dennoch hörbar besser", sagt Schlumpf. Was den Organisator zudem freut: die Nähe. Einerseits die Nähe zum Firmensitz: Die Eventhalle Freiruum ist rund 20 Kilometer näher zum Firmensitz in Cham als die Messe Luzern. Andererseits aber auch die Nähe in der Location selbst.

Die Party - mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten - fand 2019 in den gleichen vier Wänden wie die Messe selbst statt. (Source: Netzmedien)

In Luzern war die Party jeweils ein paar Minuten fahrt von der Messe selbst entfernt. "Hier im Freiruum ist die Party lediglich ein Schritt von der Messe entfernt", sagte Schlumpf. Tatsächlich stieg die Party im Nebenraum, der etwa die dreifache Grundfläche bot – inklusive Food-Stände, hauseigener Kaffee-Rösterei, Vinothek sowie eine knapp 18 Meter lange Bier-Bar.

Deutschland beerdigt Top-Messe

Findet die "Top" nächstes Jahr wieder statt? Ingram Micro Deutschland kündigte kurz vor der Schweizer "Top19" an, dass es in Deutschland keine Top-Hausmesse mehr geben wird. Stattdessen will der Disti nächstes Jahr mit den sogenannten Solutions Days ein neues Veranstaltungsformat einführen. Auf die Schweiz habe dies jedoch keine Auswirkungen, sagte Schlumpf ganz klar. "Alle Messen stehen derzeit heftig unter Druck – nicht nur in unserer Branche", fügte er hinzu. "Immer mehr grosse Veranstaltungen werden eingestellt und die anderen verlieren gewichtige Partner." Wir sind somit jedes Jahr gefordert das Event nicht an sich zu hinterfragen, sondern was können wir besser machen, um die Besucher zu begeistern.

Gehe es nach ihm, findet die "Top" in der Schweiz auch nächstes Jahr wieder statt. "Aber das wird wohl meine Nachfolge entscheiden", sagte Schlumpf. Denn der Senior Managing Director verlässt den Distributor nach zehn Jahren. Darum sei dies wohl seine letzte "Top" – zumindest auf der Bühne.

Warum Benno Schlumpf Ingram Micro verlässt und wie seine weiteren Zukunftspläne aussehen, können Sie im Interview mit dem Senior Managing Director von Ingram Micro Schweiz nachlesen.

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