Schweiz-Chef Walter Jäger im Interview

So will Kaspersky es Partnern und MSPs in spe einfacher machen

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von Interview: Coen Kaat, Redaktion: Kevin Fischer

Kaspersky hat angekündigt, sein Partnerprogramm an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Wie Walter Jäger im Interview verrät, wird es einfacher, einen bestimmten Partnerstatus zu erreichen. Ausserdem wird das Programm um eine MSP-Sparte ergänzt.

Walter Jäger, Country Manager Austria & Switzerland von Kaspersky. (Source: www.sarah-porsack.de)
Walter Jäger, Country Manager Austria & Switzerland von Kaspersky. (Source: www.sarah-porsack.de)

Anfang 2019 hat das auf Cybersicherheit spezialisierte Softwareunternehmen Kaspersky sein neues Partnerprogramm "Kaspersky United" eingeführt. Das Ziel: ein global einheitliches Programm zu schaffen, das weltweit alle Reseller, Service Provider und Systemintegratoren miteinbezieht.

Die vielversprechende Vision traf jedoch bald auf die harte Realität eines heterogenen Weltmarkts. Wie "Channelpartner" schreibt, mussten die Umsatzvorgaben etwa in Deutschland signifikant gesenkt werden - sie sind allerdings weiterhin höher als im vorherigen Programm.

Anpassungen auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz werden die Anforderungen ab Januar gesenkt, wie Walter Jäger, Country Manager Austria & Switzerland von Kaspersky, im Interview erklärt. Zu Beginn sei die Einstiegsschwelle für einen neuen Partnerstatus zu tief gewesen. Um den Status als Silberpartner zu erreichen, musste man einen Umsatz von 15'000 Schweizer Franken vorweisen können, für Goldpartner 60'000 Franken. Danach wurden 2019 die Anforderungen erhöht, für den Goldpartnerstatus auf 140'000 Franken und für den Silberpartnerstatus auf 30'000 Franken. Wie die Erfahrung zeigt, waren die Anforderungen nun aber zu hoch gesetzt. Das Unternehmen hat seinen Partnern Gehör geschenkt und wird den Goldstatus ab Januar 2020 gemäss Jäger ab 100'000 Franken verfügbar machen und den Silberstatus ab 20'000 Franken.

Der Marktbereich MSP wächst rasant

Kaspersky hat zudem eine weitere Änderung am Partnerprogramm vorgenommen. "Der Marktbereich 'Managed Service Provider' wird in den nächsten 2 bis 3 Jahren am stärksten wachsen", erklärt Jäger. Entsprechend wurde das Programm "Kaspersky United" um die Sparte "Managed Service Provider" (MSP) ergänzt. Damit sollen Partner mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Produkte zu vertreiben. Wenn Reseller zu MSPs werden, bieten sie ihren Kunden anstatt einem Kaufmodell ein Mietmodell inklusive Servicepaket an.

Der ideale MSP-Partner kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. Es kann sich schon um ein kleines IT-Unternehmen mit zwei bis drei Mann handeln, die Kunden mit je 5 bis 50 Mitarbeiter betreuen. Aber auch etwa mittelständische Unternehmen mit 50 bis 80 IT-Mitarbeitern können von dem MSP-Partnerprogramm profitieren.

Hat ein Reseller nun Interesse daran, in den MSP-Markt reinzuwachsen, steht Kaspersky mit Informationen bereit. Das notwendige Fachwissen für diesen Schritt können sich kleine wie grosse Reseller bei einem Territory-Manager holen. Danach wird zusammen mit den Interessenten die mögliche Zukunft im MSP-Markt besprochen und geplant.

Die MSP-Ergänzung des Partnerprogramms sei auch auf gutem Weg, in Deutschland umgesetzt zu werden, wie Jäger abschliessend verriet.

Lesen Sie hier mehr zu der neuen Antidronen-Lösung von Kaspersky, mit der sich Interessierte gegen Drohnen schützen können sollen.

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