Foxconn schielt auf Sharp
Foxconn will angeblich Sharp übernehmen. Rund 5,3 Milliarden US-Dollar soll der Zulieferer dem japanischen Elektronikkonzern geboten haben.
Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Sharps LCD-Sparte kursierten schon lange. Nun soll Foxconn jedoch nicht nur Interesse an dieser Geschäftssparte des japanischen Unternehmens haben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg und das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichten, will sich Foxconn gleich den ganzen Konzern einverleiben.
Umgerechnet 5,3 Milliarden US-Dollar soll der Zulieferer Sharp angeboten haben – inklusive eines Bleiberechts für die bisherige Führungsebene, um den japanischen Behörden entgegenzukommen. Laut Bloomberg will die Regierung verhindern, dass Sharp von einem Unternehmen aus dem Ausland aufgekauft wird.
Rettungsaktion der Regierung
So soll gemäss Wall Street Journal auch der japanische Staatsfonds INJC dem gebeutelten Display-Hersteller ein Angebot gemacht haben. Die Regierung in Tokio dürfte diesen Käufer bevorzugen. Allerdings soll das Angebot von Foxconn deutlich höher liegen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg verraten haben sollen. Die beteiligten Unternehmen verweigerten gegenüber Bloomberg jeglichen Kommentar.
Insider erwarten eine Antwort von Sharp noch Anfang Februar, wie es weiter heisst. Dann soll Sharp zudem seine letzten Quartalszahlen offenlegen. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres lief es nicht gut für den japanischen Elektronikkonzern.
Nachdem Sharp rote Zahlen präsentieren musste, gab Konzernchef Kozo Takahashi bekannt, dass nach einem Käufer für das LCD-Geschäft gesucht werde – Namen nannte er zu diesem Zeitpunkt noch keine. Erst im Sommer übernahm Hisense das amerikanische TV-Geschäft von Sharp.
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