Schweizer Firmen eilen bei S/4Hana-Migration voraus
Bei der Umstellung auf SAP S/4Hana sind Schweizer Firmen Spitzenreiter im DACH-Raum. Sie setzen überdurchschnittlich oft auf hybride Migrationswege und ein privates Cloud-Modell, wie eine neue Studie zeigt.
Schweizer Unternehmen sind im DACH-Raum die Vorreiter bei der Umstellung auf SAP S/4Hana. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Firmen hat die Migration bereits abgeschlossen, wie aus der neuen SAP-Studie 2026 von Valantic hervorgeht. Für die Erhebung befragte das IT-Beratungsunternehmen 409 Fach- und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Vergleich liegen Deutschland (28 Prozent) und Österreich (25 Prozent) deutlich dahinter. Bei den laufenden Installationen führt hingegen Deutschland (44 Prozent) vor Österreich (39 Prozent) und der Schweiz (37 Prozent).
Schweizer Firmen setzen andere Schwerpunkte
Noch deutlicher wird der Schweizer Sonderweg bei der Migrationsstrategie. Eine klare Mehrheit von 57 Prozent der hiesigen Unternehmen wählt hybride Ansätze (Extended Brownfield/Bluefield). In Deutschland liegt dieser Wert bei 47 Prozent, in Österreich bei nur 36 Prozent.
Besonders ausgeprägt ist die Schweizer Präferenz für das Betriebsmodell SAP Cloud ERP Private. Ganze 75 Prozent der befragten Unternehmen entscheiden sich für diesen Weg - ein Spitzenwert im Vergleich zu Deutschland (64 Prozent) und Österreich (56 Prozent). Der Betrieb im eigenen Rechenzentrum (On-Premises) spielt in der Schweiz kaum noch eine Rolle.
KI soll Kosten sparen, doch Sicherheitsbedenken bremsen
Beim Thema künstliche Intelligenz (KI) zeigt die Studie für die Schweiz ein gespaltenes Bild. Unternehmen erhoffen sich vom KI-Einsatz im SAP-Umfeld vor allem Kosteneinsparungen (48 Prozent) und eine Entlastung der Belegschaft (41 Prozent). Gleichzeitig überwiegen die Bedenken: Als grösste Hemmnisse gelten IT-Sicherheitsrisiken (43 Prozent), rechtliche Unsicherheiten (40 Prozent) und eine fehlende KI-Strategie im Unternehmen (33 Prozent).
Auffällig ist die drittgrösste Hürde: Während in Deutschland und Österreich vor allem fehlendes Vertrauen in die KI die Einführung bremst, ist es in der Schweiz eine fehlende KI-Strategie (33 Prozent).
Übrigens: SAP konnte im Geschäftsjahr 2025 sein Umsatz um 8 Prozent erhöhen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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