Hoffnungszeichen für Nokia
Nokia scheint in der Versenkung der Technikgeschichte zu versinken. Die einstige Marktmacht spielt in Westeuropas Mobilfunkgeschäft inzwischen eine untergeordnete Rolle. Doch in einigen Ländern zeichnet sich eine Trendwende ab.
Der einstige Marktgigant Nokia tut sich schwer mit seinem Comeback, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Zahlen von IDC berichtet. Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte Nokia in Westeuropa 1,8 Millionen Geräte absetzen. Das waren 11 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Damit liegt Nokia abgeschlagen auf dem fünften Platz der wichtigsten Anbieter in Westeuropa. Bitter wird der Vergleich zum Gesamtmarkt, der im Vergleichszeitraum um 19 Prozent wuchs.
Gute Geschäfte in Grossbritannien und Italien
Doch es gib auch Hoffnung: Die Smartphone-Modelle stossen etwa in Italien und Grossbritannien auf starke Resonanz. Im vereinigten Königreich konnte Nokia seine Absätze mit knapp 400'000 Geräten mehr als verdoppeln. In Italien zogen die Absätze um 17 Prozent an. Am Smartphonemarkt Italiens agiert Nokia als die Nummer zwei hinter Samsung.
Dagegen sinkt Nokia in der Gunst der Konsumenten am Heimatmarkt Finnland. Dort sank der Marktanteil im Smartphone-Geschäft von 54 Prozent auf nunmehr 39 Prozent.
Produktoffensive als Chance
Das Wall Street Journal glaubt, das Nokia mit seiner gestarteten Produktoffensive wieder auf die Beine kommen könnte. Seit Jahresbeginn wurden neuen Modelle lanciert. Darunter auch eine spezielle Variante für den Boom-Markt China.
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