Zweites Modul eröffnet

50-Millionen-Erweiterung von Green

Uhr | Aktualisiert

Green.ch hat den zweiten Trakt seines Rechenzentrums in Lupfig eröffnet. Ein Ammoniak-basiertes Kühlsystem und eine hybride Stromversorgung sollen die Energieeffizienz des neuen Datacenters verbessern.

GREEN.CH (Quelle: Philipp Schmidli)
GREEN.CH (Quelle: Philipp Schmidli)

Der Internetanbieter Green.ch hat gestern das zweite Moduls seines Rechenzentrums in Lupfig in Betrieb genommen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Der neue Trakt bietet mit 3965 Quadratmeter gut 20 Prozent mehr Nutzfläche als das erste Modul und damit Platz für rund 1300 IT-Racks. Insgesamt stehen in den zwei Modulen nun 7265 Quadratmeter nutzbare Datacenter-Fläche zur Verfügung. Das Datacenter in Zürich-West ist laut Green somit das grösste kommerzielle Rechenzentrum der Schweiz.

Das Rechenzentrum erreicht gemäss der Mitteilung in der Energieeffizienz einen PUE-Wert von 1,19, was bedeutet, dass zusätzlich zu jedem Watt Strom für den reinen Betrieb eines Servers noch 0,19 Watt für Kühlung und andere Infrastruktur aufgewendet werden muss. Mit diesem Wert brauch sich das Rechenzentrum auch im internationalen Vergleich nicht zu scheuen, so das Unternehmen. Möglich mache dies ein auf Ammoniak basierendes Kühlsystem sowie eine hybride Stromversorgungslösung von ABB, die neben herkömmlichem Wechselstrom auch Gleichstrom liefere. Die durchgängige Erschliessung mit Gleichstrom bis zum Server mache die ansonsten notwendige mehrfache Umwandlung der Elektrizität innerhalb des Rechenzentrums überflüssig, was bei herkömmlichen Anlagen zu viel Abwärme führe. So lassen sich nach eigenen Angaben der Firma Einsparungspotenziale von bis zu 20 Prozent erreichen.

Die Bauarbeiten für den 42 Meter langen, 43 Meter breiten und 19,5 Meter hohen Anbau dauerten knapp 16 Monate. Derzeit läuft die Zertifizierung nach Tier-4-Plus-Standard des Uptime Institute. Die Investitionen in den neuen Trakt belaufen sich auf gut 50 Millionen Franken. Insgesamt hat Green damit schon rund 100 Millionen Franken in das Rechenzentrum in Lupfig investiert.

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