Toshiba schreibt Verluste und verklagt CEOs
Toshiba hat seine Zahlen für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres 2015 vorgelegt. Das Unternehmen rutschte in die Verlustzone. Drei ehemalige CEOs sollen verklagt werden.
Der japanische Technologieriese Toshiba hat im zweiten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 2015 einen deutlichen Verlust eingefahren. Das Unternehmen meldet einen operativen Verlust von 79,5 Milliarden Yen – umgerechnet etwa 646 Millionen Franken. Damit liegt das operative Ergebnis fast 170 Milliarden Yen, beziehungsweise 1,38 Milliarden Franken, unter dem Vergleichswert im Vorjahr.
Der Umsatz sank derweil um 5 Prozent, wie Toshiba mitteilt. Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen insgesamt 1,6 Billionen Yen oder 13,2 Milliarden Franken. Quasi alle Geschäftsbereiche schrumpften. Lediglich die Sparten Healthcare Systems & Services sowie Community Solutions erzielten einen höheren Umsatz.
Als Konsequenz des Bilanzskandals kündigte das Unternehmen zudem an, fünf ehemalige Führungsmitglieder zu verklagen, wie Reuters berichtet. Unter ihnen sind der frühere CEO Hisao Tanaka und dessen beiden Vorgänger. Das Unternehmen wirft ihnen Missmanagement vor.
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