Sunrise-Präsident strebt keine Fusion mit Orange mehr an
Dominik Koechlin hat sich gegenüber der Handelszeitung über die Zukunft von Sunrise geäussert. Eine Fusion mit Orange sei kein Thema mehr, sagt der Verwaltungsratspräsident.
Wollen Orange und Sunrise immer noch fusionieren? Nein, sagt Dominik Koechlin, Präsident des Sunrise-Verwaltungsrats, im Gespräch mit der Handelszeitung. Ein erneuter Fusionsversuch mit Orange stehe gerade nicht zur Debatte. Im Juni hiess es noch, dass die beiden Unternehmen wieder über eine Fusion nachdenken. Dieses Thema scheint nun aber endgültig vom Tisch zu sein.
Sunrise untersuche aber, ob es sinnvoll sei, für den technischen Unterhalt seines Handynetzes mit Orange zu kooperieren. Eine gemeinsame Netzgesellschaft werde aber nicht angestrebt, wird Koechlin von der Handelszeitung zitiert. Sunrise wurde 2010 von der britischen Beteiligungsgesellschaft CVC übernommen. Diese will Sunrise wieder abstossen. "Es kommen grundsätzlich ein Verkauf, ein Börsengang oder eine Privatplazierung in Frage", sagt Koechlin gegenüber der Zeitung.
Forderung nach einer Revision des Fernmeldegesetzes
Dass die Eidgenossenschaft bei Swisscom Mehrheitseignerin und zugleich Regulatorin sei, empfindet Koechlin laut Handelszeitung als "ordnungspolitischen Sündenfall". Die Forderung nach einer privaten Eigentümerschaft bei Swisscom sei zwar ökonomisch folgerichtig, aber politisch nicht umsetzbar.
Koechlin konzentriere sich in Bundesbern darum auf eine Politik der kleinen Schritte, um eine Revision der Fernmeldegesetzes voranzutreiben. Internetinfrastrukturen über Glasfasern müssen laut Koechlin reguliert werden. "Wir brauchen ein rasches und griffiges Instrumentarium, um Marktversagen zu korrigieren", zitiert die Handelszeitung den Verwaltungsratspräsidenten von Sunrise.
Offensive von Business Sunrise
Sunrise strebt laut Koechlin zudem einen Angriff auf den Geschäftskundenbereich an. Anfang 2015 sollen diverse neue Produkte für kleine und mittlere Unternehmen lanciert werden, so Koechlin.
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