SpaceX strebt rekordverdächtigen Börsengang an
SpaceX bereitet einen potenziell historischen Börsengang vor, mit einer geschätzten Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar. Elon Musks Unternehmen setzt auf futuristische Weltrauminfrastrukturen und den Ausbau von KI-Leistung – trotz erheblicher Verluste im Zusammenhang mit xAI.
Der Börsengang, den SpaceX vorbereitet, könnte zum grössten der Geschichte werden. Reuters schätzt die Bewertung des Konzerns auf rund 1,75 Billionen US-Dollar. In den Unterlagen, die SpaceX den Investoren vorlegt, verbindet das Unternehmen interplanetare Ambitionen, KI-Infrastrukturen und Finanzprognosen zu einer Operation, die an den Märkten ohne Vergleich erscheint, wie Reuters einordnet. Aktuell gebe es kein börsenkotiertes Unternehmen, das im Technologie- und Raumfahrtsektor direkt mit SpaceX vergleichbar wäre.
In den Investorendokumenten hebt SpaceX insbesondere mehrere Projekte im Bereich Weltrauminfrastrukturen hervor, etwa orbital betriebene Rechenzentren mit Solarenergieversorgung oder industrielle Fertigungsaktivitäten im All. Das Unternehmen räumt jedoch ein, dass einige der dafür notwendigen Technologien bislang nicht existieren oder möglicherweise niemals wirtschaftlich tragfähig werden.
Derweil wächst auch die Bedeutung der Aktivitäten rund um künstliche Intelligenz innerhalb des Konzerns, wie Reuters hinzufügt. SpaceX erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 4,69 Milliarden US-Dollar, wies jedoch einen operativen Verlust von 1,94 Milliarden US-Dollar aus. Die KI-Sparte allein soll Verluste von 2,47 Milliarden US-Dollar bei Einnahmen von 818 Millionen US-Dollar verzeichnet haben. Zudem entfielen laut Reuters 76 % der Investitionsausgaben des Quartals in Höhe von 10,1 Milliarden US-Dollar auf die Übernahme von xAI.
Teil des KI-Geschäfts ist das Anbieten von Rechenkapazität für Dritte. So traf SpaceX unlängst eine Vereinbarung mit Anthropic. Der KI-Rivale darf demnach GPUs aus dem Colossus-Rechenzentrum von SpaceX für sein sein grosses Sprachmodell Claude nutzen.
Von den verschiedenen Geschäftsbereichen des SpaceX-Konzerns scheint einzig Starlink profitabel zu sein. Der Satelliten-Internetdienst soll mit einem Netzwerk von rund 10'000 Satelliten operative Gewinne von 1,19 Milliarden US-Dollar erzielt haben, wie Reuters berichtet. Die Governance-Struktur bleibe auch nach dem Börsengang stark auf den Gründer konzentriert. Elon Musk werde dank einer Mehrstimmrechtsstruktur 85,1 Prozent der Stimmrechte behalten.
SpaceX strebt laut dem Bericht bereits ab dem 12. Juni 2026 eine Kotierung an der Nasdaq unter dem Börsenkürzel "SPCX" an.
Übrigens ist SpaceX eines von 8 Unternehmen, das für das US-amerikanische Pentagon militärische KI-Projekte umsetzen darf. Wer sonst noch einen Zuschlag erhielt, erfahren Sie hier.
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