Was Vaultica Data Centers von seinen IT-Partnern erwartet
Der Colocation-Anbieter Vaultica Data Centers hat im März ein Büro in Zürich eröffnet. So will der RZ-Betreiber mit der lokalen Präsenz die Bedeutung des Schweizer Marktes unterstreichen. Wie externe IT-Partner Vaultica dabei unterstützen und was diese tunlichst vermeiden sollten, erklärt Group Chief Commercial Officer Roger Semprini.
Was beinhaltet Ihre tägliche Arbeit und wo kommen Sie mit IT-Dienstleistern in Berührung?
Roger Semprini: Wir betreiben acht miteinander verbundene Rechenzentren in fünf wichtigen Ballungszentren: Mailand, Genf, Kopenhagen, Stockholm und Oslo. Als Anbieter von Colocation- und Connectivity-Dienstleistungen für Unternehmen beherbergen unsere Datacenter eine Vielzahl an Cloud- und IT-Dienstleistern. Diese betreiben ihre IT und Infrastruktur bei uns. Auf der anderen Seite beziehen natürlich auch wir externe IT-Dienstleistungen. Meine Arbeit umfasst den täglichen Kundenkontakt, die Umsetzung der kommerziellen Geschäftsstrategie von Vaultica Data Centers in unseren paneuropäischen Märkten, also Schweiz, Italien, Dänemark, Norwegen und Schweden.
Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihre IT-Dienstleister mitbringen müssen?
Wir stellen sehr hohe Ansprüche an unsere Dienstleistungen und erwarten dasselbe auch von unseren Partnern: Kompetenz, Fairness, Berechenbarkeit, Verlässlichkeit und den persönlichen, partnerschaftlichen Kontakt.
Was sollten (potenzielle) IT-Partner tunlichst vermeiden?
Versprechen abgeben, die sie nicht halten können. Sie glauben nicht, wie viel Marketing-Geschwafel ich mir in meiner Karriere schon anhören musste.
Wie kaufen Sie IT-Hardware und -Software beziehungsweise komplette Lösungen ein? Direkt beim Hersteller oder bei einem Händler?
Wir kaufen sowohl Hard- als auch Software als Gruppe zentral ein, direkt beim Hersteller. Das bietet den Vorteil, dass wir von Synergien profitieren können und in allen Ländern die gleichen Systeme haben – das ist für uns sehr hilfreich und für unsere Kunden ein Must. Sie sollen sich sofort in jedem unserer Rechenzentren heimisch fühlen.
Welche Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben Sie ausgelagert? Welche Bereiche würden Sie hingegen nie auslagern?
Alles, was mit Daten, Storage und Security zu tun hat, behalten wir klar bei uns. Ebenso eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Gewisse administrative Tätigkeiten haben wir ausgelagert.
Was werden in der nächsten Zeit die grössten technischen Herausforderungen im Bereich IT für Sie sein?
Ganz zuoberst steht eine souveräne Datenhaltung, das ist unseren Kunden am wichtigsten. Weitere Herausforderungen sind der Stromverbrauch, KI sowie Security.
Wie können IT-Dienstleister Sie dabei unterstützen?
Durch einen stetigen Austausch mit unseren Partnern bleiben wir up to date und können so Neuerungen sehr zeitnah in unsere Projekte einfliessen lassen.
Setzen Sie KI bereits produktiv ein?
Ja, wir setzen KI bereits am Arbeitsplatz ein. Weitere Felder im operationellen Bereich sind bereits umgesetzt, in Planung oder kurz vor dem Rollout. Dabei geht es unter anderem darum, dass KI uns unterstützt, den Stromverbrauch so effizient wie möglich zu managen.
Mit welchen Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit hatten oder haben Sie zu tun und wie packen Sie diese an?
Hier können wir auf das Wissen der Gruppe zurückgreifen. Unsere eigene IT-Sicherheit hat höchste Priorität. Wenn ein Kunde Colocation bei uns nutzt, ist er primär selbst für die Security verantwortlich, aber wir unterstützen ihn dabei selbstverständlich.
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