Opt-out über Kontoeinstellungen möglich

Starlink sammelt Nutzerdaten für KI-Training

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von Dylan Windhaber und shu

Der Satellitennetzwerkbetreiber Starlink nutzt künftig Kundendaten für das Training von KI-Modellen. Auch Bestandskunden sind automatisch von den neuen Datenschutzrichtlinien betroffen. Wer dies nicht möchte, muss die Funktion selbständig über die Kontoeinstellungen der Website deaktivieren.

(Source: Starlink.com)
(Source: Starlink.com)

Für das von SpaceX betriebene Satellitennetzwerk Starlink gelten neue Datenschutzrichtlinien. Diese besagen, dass Starlink nun Kundendaten zum Training von KI-Modellen nutzen darf, wie "Golem" berichtet. Auch Bestandskunden würden dabei automatisch in das KI-Training einbezogen - ohne den Richtlinien neu zustimmen zu müssen. 

Bestimmte Daten könnten dabei auch Drittpartnern zur eigenständigen Nutzung weitergegeben werden. Laut Bericht habe SpaceX mitgeteilt, dass diese Partner die Entwicklung KI-gestützter Tools unterstützten sollen. Der Browserverlauf, individuelle Nutzungsgewohnheiten und Standortinformationen blieben ausgeschlossen. Details zur genauen Art des KI-Trainings gebe es jedoch keine.

Das KI-Training soll vermutlich den Kundensupport verbessern, wie "Golem" schreibt. Dazu nutze SpaceX bereits KI-gestützte Tools wie den Chatbot Grok von Elon Musks Unternehmen xAI, der in die Starlink-Plattform integriert wurde.

In den sozialen Medien gebe es Kritik an der automatischen Anmeldung. Nutzer, die nicht teilnehmen möchten, müssen manuell den Opt-out über die Starlink-Website aktivieren: Dazu reicht laut Bericht ein Klick auf "Profil bearbeiten", um das Häkchen bei "Persönliche Daten mit vertrauenswürdigen Partnern von Starlink teilen, um KI-Modelle zu trainieren" zu entfernen.

 

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