Smartphones aus China bedrängen Samsung und Apple
Die Machtverteilung am weltweiten Smartphonemarkt verändert sich. Hersteller aus China lieferten im ersten Quartal deutlich mehr Geräte aus. Samsung und Apple hatten das Nachsehen.
334,9 Millionen ausgelieferte Smartphones. Das ist die Kennzahl für das erste Quartal dieses Jahres. Laut IDC ein Rekord - für das geringste Wachstum im Jahresvergleich. Im Quartal des vergangenen Jahres lieferten die Smarthonehersteller weltweit 334,3 Millionen Geräten aus.
Die Analysten von IDC nennen zwei Gründe für den Rekord: Sättigung der Märkte und Rückgang der Auslieferungen von Samsung und Apple. Samsung positionierte sich im ersten Quartal zwar als unangefochtener Marktführer, lieferte aber mit rund 82 Millionen Geräten 0,6 Prozent weniger aus als im Vorjahresquartal.
Der Nummer zwei - Apple - erging es schlechter. Die Zahl der ausgelieferten iPhones sank um 16,3 Prozent auf rund 51 Millionen Stück, wie die IDC-Analysten schreiben.
Chinesische Hersteller zum Teil erst zwei Jahre auf globalem Markt
Die grossen Gewinner waren Hersteller aus China: Huawei, Oppo und Vivo. Huawei lieferte knapp 28 Millionen Geräte aus - 58,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Oppo wuchs mit 18,5 Millionen Geräten um 153,2 Prozent. Vivo folgte mit 14,3 Millionen Geräten oder plus 123,8 Prozent.
Bei Oppo und Vivo muss man aber bedenken, dass beide Hersteller erst seit kurzem ausserhalb ihrer Heimatmärkte tätig sind. Laut IDC liefert Oppo erst seit 2012 Smartphones international aus. 2015 gingen knapp 20 Prozent von Oppos Geräten in Märkte ausserhalb Chinas.
Vivo versucht sich erst seit 2014 ausserhalb Chinas. Im vergangenen Jahr lieferte der Hersteller weniger als 10 Prozent seiner Produktion in internationale Märkte.
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