Speicherkosten drücken Lieferungen

Apple und Samsung trotzen dem Rückgang im Smartphone-Markt

Uhr
von Dylan Windhaber und NetzKI Bot und vgr

Während der globale Smartphone-Markt im ersten Quartal 2026 um 4,1 Prozent geschrumpft ist, konnten Apple und Samsung als einzige Top-Hersteller zulegen. Laut einer Analyse von IDC sind Lieferengpässe und stark gestiegene Speicherpreise die Hauptgründe für den allgemeinen Abwärtstrend.

(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)
(Source: Hal Gatewood / unsplash.com)

Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend im globalen Smartphone-Markt konnten sowohl Samsung als auch Apple im ersten Quartal 2026 ein Wachstum verzeichnen. Laut vorläufigen Daten des "Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker" von IDC sanken die weltweiten Auslieferungen um 4,1 Prozent auf 289,7 Millionen Einheiten. Dieser Rückgang beendet laut Bericht eine seit Mitte 2023 andauernde Wachstumsphase von zehn aufeinanderfolgenden Quartalen.

Die Analysten von IDC führen die Negativentwicklung auf Speicherengpässe und die damit verbundenen Preissteigerungen zurück. Diese dürften das Marktwachstum auch im weiteren Verlauf des Jahres 2026 dämpfen, da begrenzte Verfügbarkeit zu geringeren Liefermengen führt und höhere Kosten viele Hersteller zu Preisanpassungen zwingen.

Neues Galaxy katapultiert Samsung an die Spitze

Samsung eroberte gemäss IDC im ersten Quartal 2026 den Spitzenplatz zurück, was hauptsächlich auf eine starke Nachfrage nach dem neuen Galaxy S26 Ultra zurückzuführen sei. Der Hersteller steigerte seine Auslieferungen im Jahresvergleich um 3,6 Prozent auf 62,8 Millionen Einheiten. Den zweiten Platz belegte Apple mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 61,1 Millionen Geräte. Wachstumstreiber war laut Bericht die iPhone-17-Serie, die besonders in China um mehr als 30 Prozent zulegte.

Die starke Ausrichtung auf das Premiumsegment und ihr grösserer Einfluss bei den Speicherlieferanten hätten Samsung und Apple besser positioniert, um Marktanteile zu gewinnen. Andere Anbieter, insbesondere jene mit einem hohen Anteil an Einsteigergeräten, stehen gemäss IDC unter erheblichem Druck. Xiaomi, Oppo und Vivo konnten ihre Marktpositionen jedoch mit nur geringen Anteilsverlusten weitgehend behaupten.

Xiaomi belegte den dritten Platz, verzeichnete aber mit einem Rückgang von 19,1 Prozent den stärksten Einbruch unter den Top-Fünf-Anbietern. Das Unternehmen habe strategisch die Lieferungen älterer Modelle reduziert, um grossflächige Preiserhöhungen zu vermeiden. Oppo erreichte den vierten Rang mit einem Minus von 9,9 Prozent, während Vivo mit einem Rückgang von 6,8 Prozent Platz 5 einnahm.

Wie IDC schreibt, konnten auch ausserhalb der Top 5 Unternehmen wie Honor, Lenovo (Motorola) und Huawei zulegen, wobei Honor mit 24 Prozent das höchste Wachstum unter den Top 10 erzielte. 

Ausblick bleibt verhalten

"Dieses Quartal war für alle Smartphone-Anbieter herausfordernd, da sie ein Gleichgewicht zwischen Profitabilität, Wachstum und Stabilität in ihren Heimatmärkten sowie der Expansion im Ausland finden mussten", sagt Kiranjeet Kaur, Associate Director of Consumer Devices bei IDC. Die Widerstandsfähigkeit der Hersteller werde in den kommenden Quartalen weiter auf die Probe gestellt. 

"Der Marktrückgang von 4 Prozent ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt, da sich die Situation bei Speicherkomponenten an allen Fronten weiter verschärft", lässt sich Anthony Scarsella, Research Director for Mobile Phones bei IDC, im Bericht zitieren. Entwickelte Märkte, die sich auf Premium-Modelle konzentrieren, seien weniger anfällig für die Auswirkungen von Preiserhöhungen. Für Schwellenländer mit Fokus auf Geräte unter 200 US-Dollar würden die Optionen für Verbraucher jedoch knapp, ergänzt Scarsella.

Trotz der negativen Aussichten bei den Auslieferungen bewege sich der Markt in Richtung höherer Durchschnittsverkaufspreise. Dieser Trend zur "Premiumisierung" wird sich laut IDC fortsetzen, auch wenn sich die Speicherpreise voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 stabilisieren sollen.

 

Auch wenn global die Auslieferungen an Samsung-Handys dominieren, zeigt eine Studie von Comparis: Apple bleibt in der Schweiz an der Spitze des Smartphone-Markts. Fast 50 Prozent aller Smartphone-User hierzulande nutzen ein iPhone, wie Sie hier lesen. 

Webcode
NNoD6eRA