Tech Summit in Baden

Microsoft zeigt Blockchain-Technologie und KIs für Azure

Uhr | Aktualisiert

Microsoft hat in Baden den Tech Summit veranstaltet. Der Konzern sprach über den Schweizer Markt, künstliche Intelligenzen in der Azure-Cloud und Blockchain-Technologien. Zur Veranstaltung kamen rund 1300 Besucher.

David Kurth, Cloud und Enterprise Business Group Lead von Microsoft Schweiz (Source: Microsoft)
David Kurth, Cloud und Enterprise Business Group Lead von Microsoft Schweiz (Source: Microsoft)

(Source: Microsoft)

Microsoft hat nach Baden zum Tech Summit geladen. Rund 1300 Software-Entwickler und IT-Profis trafen sich am Mittwoch und Donnerstag im Trafo. Letztes Jahr hiess der Event Techdays. Am ersten Tag gab es drei Referate. Auf der Bühne standen Mark Russinovich, CTO von Microsoft Azure, Patrick Chanezon, Chief Developer Advocate von Docker, und David Kurth, Cloud und Enterprise Business Group Lead von Microsoft Schweiz.

Mark Russinovich, CTO von Microsoft Azure (Source: Microsoft)

Mark Russinovich besuchte die Schweiz zum dritten Mal, doch "so kalt war es noch nie". Er ging auf Microsoft Azure ein und zeigte eine Demo der Speech-API. Microsofts künstliche Intelligenz habe Mühe, seinen Namen richtig zu erkennen. Das Problem sei aber einfach zu lösen: Russinovich lud eine Wave-Datei mit der korrekten Aussprache hoch und hinterlegte dazu seinen Namen in Textform.

Mark Russinovich, CTO von Microsoft Azure (Source: Microsoft)

Russinovich kündigte ausserdem an, dass Azure Migrate nun für alle verfügbar ist. Microsoft stellte den Dienst erstmals im September 2017 vor. Er soll Unternehmen helfen, den Sprung in die Azure-Cloud zu schaffen. Azure Migrate zeige, welche virtuelle Maschinen auf einem System laufen und welche Abhängigkeiten es gibt. Das Tool soll mögliche Probleme bei der Migration auf Azure aufzeigen und sich in den Azure Database Migration Service einklinken können.

(Source: Microsoft)

Microsoft werde auch weiterhin auf hybride Clouds setzen, sagte Russinovich. "Hybrid liegt in unserer DNS." Es werde Jahre dauern, bis alle Unternehmen in der Cloud seien. Darum biete Microsoft den Azure Stack an. Er erlaubt es, Azure-Clouds im eigenen Rechenzentrum zu betreiben. Unternehmen sollen so zum Beispiel regulatorische Anforderungen erfüllen und trotzdem von der Cloud profitieren können.

Wie schon an den Techdays vor einem Jahr gab sich Microsoft bewusst offen. Das Unternehmen sei äusserst aktiv auf Github, unterstütze viele Open-Source-Projekte und verfolge Ideen wie Serverless Computing und Devops sehr genau, sagte Russinovich.

(Source: Microsoft)

Natürlich sprach Russinovich auch über die Blockchain. Ethereum sei auch auf Azure nutzbar, aber leider nicht sehr performant. Das liege nicht an Azure, sondern an Limitierungen von Ethereum. Microsoft entwickle mit dem Confidential Consortium Framework (Coco) ein Blockchain-Protokoll, das einige der Schwächen von Ethereum ausmerzen könne. Es erlaube mehr Transaktionen als Ethereum und skaliere deutlich besser. Microsoft werde Coco in ein paar Monaten als Open-Source-Lösung auf Github lancieren, frohlockte Russinovich.

(Source: Microsoft)

Patrick Chanezon von Docker sagte, dass es Container-Technologien eigentlich schon lange gebe. Docker sei es aber gelungen, sie als erste nutzerfreundlich zu machen. Viele Unternehmen hätten kaum genug Budget, um Innovationen zu schaffen. Docker helfe Firmen dabei, trotzdem innovativ zu ein. Mit der Containerisierung von Apps, die es ermögliche, alte Server abzulösen und Devops-Modelle zu nutzen.

Der dritte Referent am ersten Tag war David Kurth. Er sprach über den Schweizer Markt und rief drei Menschen auf die Bühne, die von Microsoft-Technologien profitieren: Hanspeter Tinner, COO von Hiag Data; Ogi Stanovcic, Chief Business Officer von Open Systems; Thomas Häner, Experte für Quantum Computing und PhD-Student an der ETH.

(Source: Microsoft)

Tinner erklärte, wie Lösungen auf Azure aufbauen und trotzdem die Daten in der Schweiz halten können. Stanovcic bietet mit Open Systems einen direkten Zugang von der Schweiz in Microsofts Azure-Cloud an. Häner forscht mit Unterstützung von Microsoft Research im Bereich Quantum Computing.

Am zweiten Tag hielt Microsoft 24 Sessions ab, die meisten in den Kinosälen des Trafos. Sie drehten sich um Xamarin, künstliche Intelligenz, Container, Blockchain und die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union. Auch Themen wie Angular, Spark und Devops standen auf dem Programm. Rund die Hälfte der Sessions drehte sich um Themen aus dem Open-Source-Umfeld.

(Source: Microsoft)

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