Alibaba will sich mit KI- und Quanten-Chips von USA emanzipieren
Alibaba hat die Entwicklung eigener Chips für KI-Systeme und Quantencomputer verkündet. Die eigenen DAMO-Labors sollen bereits kommendes Jahr erste Ergebnisse vorlegen. Alibaba will damit nicht zuletzt von US-Chipherstellern unabhängig werden.
Alibabas CTO Jeff Zhang hat auf der firmeneigenen Cloud Computing Conference in Hangzhou angekündigt, eigene Hardware zu lancieren. Das Unternehmen plane, Mitte nächsten Jahres den Chip "AliNPU" für künstliche Intelligenz vorzustellen. Wie Alibaba in einer Mitteilung schreibt, könne der Chip für autonome Fahrzeuge, Smart Citys und smarte Logistik eingesetzt werden.
"AliNPU" stamme aus der "DAMO Academy", die Alibaba vor einem guten Jahr ins Leben rief. Ebenfalls in den DAMO-Labors soll in den nächsten drei bis fünf Jahren ein Quantenprozessor entwickelt werden, heisst es weiter. Parallel dazu wolle Alibaba aus der Cloud zugängliche Quantenrechner zur Lösung von Machine-Learning-Problemen und Berechnung physikalischer Simulationen aufbauen.
DAMO umfasse mittlerweile 300 Forscher in acht Städten auf der ganzen Welt. Sie seien in den Bereichen KI, Robotik, Fintech, Datenverarbeitung und Quanteninformatik aktiv.
Chip-Offensive soll China unabhängig machen
Neben der Forschungs-Roadmap kündigte Alibaba in Hangzhou die Schaffung einer eigenen Chip-Sparte an. Sie werde sich auf massgeschneiderte KI-Chips und Embedded-Prozessoren konzentrieren, um Alibabas Cloud- und Internet-der-Dinge-Geschäfte zu unterstützen, schreibt das Unternehmen.
Wie "Reuters" berichtet, steckt hinter Alibabas Halbleiter-Offensive auch die Absicht, von Chips aus US-Produktion unabhängiger zu werden. Der scheidende Chairman Jack Ma habe dies bereits im Frühjahr gefordert.
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