Citrix Synergy 2019

Wie der virtuelle Arbeitsplatz die Produktivität beeinflusst

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Citrix hat in Atlanta die neuen Features des Workspace vorgestellt. Dabei ging es vor allem um eines: Wie kann der Workspace dazu beitragen, die Effizienz und Kreativität der Arbeitnehmer zu steigern? Doch auch der Sicherheitsaspekt spielte eine tragende Rolle.

Citrix-CEO David Henshall hielt die Keynote an der Hausmesse Synergy. (Source: Digital Blue Photography 2019)
Citrix-CEO David Henshall hielt die Keynote an der Hausmesse Synergy. (Source: Digital Blue Photography 2019)

Zur Citrix Synergy haben sich vom 21. bis 23. Mai Partner, Kunden und Journalisten im CNN Center in Atlanta versammelt. Der Schwerpunkt der diesjährigen Synergy lag auf der überarbeiteten Version des Citrix Workspace. Die neuen Features sollen bis zum 3. Quartal 2019 verfügbar sein.

Warum Workspace?

85 Prozent der Arbeitnehmer sind bei der Arbeit nicht bei der Sache. Mit diesen Worten eröffnete Citrix-CEO David Henshall die erste Keynote. Dies liege einerseits an all unseren Geräten und Apps, die mit dem Internet verbunden sind. Diese stellten ein hohes Ablenkungspotential dar. Zum anderen hätten Angestellte nicht immer den Zugang zu Tools und Infos, die sie benötigten, um im Job gut zu performen. Ein durchschnittliches Unternehmen nutze an die 500 Apps. Die riesige Auswahl an Apps und das ständige Umherswitchen fahre den Unternehmen grosse Verluste ein.

Durch eine Minimierung der Konnektivität könnten Firmen 21 Mal produktiver sein, eine 10 Mal höhere Kundenzufriedenheit erreichen, 20 Mal profitabler sein und eine 5 Mal höhere Einkommenssteigerungsrate erzielen. Diese Zahlen bezieht Citrix aus einer Studie von Gallup. Um dies voranzutreiben, habe Citrix den Workspace mit neuen Funktionen ausgestattet.

Was kann Workspace?

Um die Vorteile und neuen Features des Workspace zu erläutern, trat PJ Hough auf die Bühne. Er ist der Chief Product Officer bei Citrix. Was neu sei am Workspace, sei etwa die Integration der Google G Suite.

Dank Citrix Application Delivery Controller (ADC) sei zudem eine hohe Nutzbarkeit der Google Cloud gewährleistet. Ausserdem seien neue Features wie etwa Google Identity verfügbar.

Mit Citrix ADC BLX liessen sich Apps besser organisieren. Eine breite Auswahl an Ökosystemen stehe zur Verfügung. Auch eine Kombination von mehreren Ökosystemen sei möglich. Für mobile Geräte stehe neu der Workspace Assistant zur Verfügung. Aktivitäten könnten somit von einem externen Standort initiiert werden. Ausserdem gebe es neu Citrix Analytics, das eine Übersicht über die Performance biete.

Diese Features sollen helfen, die Arbeit zu organisieren und den Arbeitnehmer durch seine täglichen Aufgaben zu navigieren. Dank künstlicher Intelligenz (KI) soll jeder Angestellte seinen personalisierten Feed haben. Apps, die der Nutzer täglich verwendet, sollen dabei priorisiert werden.

Citrix habe im Übrigen keine eigene Cloud. Kunden könnten wählen, in welcher Cloud – sei es die Google Cloud oder die eines anderen Anbieters – sie ihre Daten speichern wollten. Auch eine On-Premise-Lösung sei möglich.

Was tut Citrix, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten?

Citrix lege grossen Wert auf die Sicherheit der Kunden, wie Product Management Director, Jay Tomlin versicherte. Citrix biete etwa einen Browser an, der aufzeichne, was der User anklickt. Er wehre jegliche Art von Phishing-Attacken ab, indem er den Zugang zu bekannten böswilligen Websites sperre. "Wir können auch Informationsverlust verhindern indem wir ein Wasserzeichen auf dem Screen des Users platzieren. Screen captures können wir aufspüren und das Bild einfach durch eine graue Box ersetzen. So kann niemand Informationen entnehmen", so Tomlin.

Keylogging sei ein weiteres neues Feature des Workspace Client. Im Falle von Malware auf dem Computer könne der Workspace eine Art Schutzschicht über das Operationssystem legen. Ein externes Programm, das versuche, die Keystrokes zu überwachen, werde anstelle dieser willkürliche Daten erhalten.

"Wir beschützen alle Informationen, die Kunden Citrix anvertrauen – seien es Infos über die Kunden selbst oder Files, die wir für sie aufbewahren", führte Tomlin weiter aus. "Wir folgen bewährten Praktiken rund um den Zugang, End-to-End-Verschlüsselung und Überwachung, um zu garantieren, dass nur autorisierte Personen Zugang haben".

Wo steht Citrix bezüglich der Hackerangriffe vom Dezember 2018?

Bezüglich der Hackerangriffe vom Dezember 2018 sagte EMEA-COO Eric Kline, dass Citrix noch keine Informationen zur Täterschaft veröffentlicht habe. "Wir wurden vom FBI kontaktiert und stehen in enger Zusammenarbeit mit der US-Sicherheitsbehörde. Wir haben grosse Fortschritte in der Untersuchung gemacht und können bestätigen, dass die Hacker nicht länger in unseren Netzwerken aktiv sind", so Kline.

Des Weiteren gäbe es keine Hinweise darauf, dass Citrix-Produkte beeinträchtigt worden seien. Es seien businessbezogene Dokumente gewesen, die entwendet wurden. Da eine grosse Menge an Daten betroffen gewesen sei, seien die Ermittlungen noch nicht vollständig abgeschlossen. "Es braucht viel Zeit, diese grosse Menge an Daten durchzukämmen. Das Schlimmste wäre, die Ermittlungen für abgeschlossen zu erklären und dann doch noch etwas zu entdecken", so Kline.

Was unterscheidet den Citrix Workspace von Konkurrenzprodukten?

Der Citrix Workspace unterscheide sich von Konkurrenzprodukten durch die Flexibilität, die er mitbringe, erläuterte Tomlin. Der Citrix Workspace umfasse auch Applikationen, die sich nicht auf der eigenen Plattform befänden. Citrix habe einen Approach gewählt, bei dem eine hohe Diversität an Apps und Content Sources gewährleistet würde, ohne irgendeine Art der Datenmigration in die eigene Plattform zu erwarten.

Was kostet der Workspace?

Was die Implementierung und der Unterhalt des Workspace koste, hängt laut Tomlin stark von den Wünschen und Vorstellungen des Kunden ab und davon, wie viel Rückspeicher benötigt würde. Workspace ist ein Cloud Service, das bedeute, dass Citrix eine Menge Komplexität entferne, mit der Kunden sich andernfalls auseinandersetzen müssten.

So könnten Kunden ihre Dateien einfach hochladen, und bräuchten sich nicht mehr darum zu kümmern. Citrix kümmere sich anschliessend um alle Updates. Diese seien im Preis übrigens schon enthalten.

Welche Ziele hat Citrix und welche Strategie verfolgt die Firma?

Die EMEA-Region sei bezüglich der Einnahmen die schnellst wachsende Region in den vergangenen Jahren gewesen, sagte Kline. Exakte Zahlen für den EMEA-Markt und die Schweiz könne Citrix zwar nicht liefern, die Performance sei jedoch sehr stark.

Die Strategie, die Citrix dabei verfolge, sei es, über das Feld des blossen Verkaufs virtueller Apps hinauszugehen. Man wolle stattdessen native Software-as-a-Service-Applikationen und Web Apps auf eine sichere Art zusammenbringen.

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DPF8_140392

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