Merkwürdiges aus dem Web

Drohne schiesst Fotos – Anwohner schiesst zurück

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Merkwürdiges aus dem Web". Gute Unterhaltung!

(Source: Planet Flem / iStock.com)
(Source: Planet Flem / iStock.com)

fpo. Das Amtsgericht Riesa im deutschen Bundesland Sachsen hat einen Mann freigesprochen, der im vergangenen Jahr eine Drohne über seinem Garten mit einem Luftgewehr abschoss. Wie der MDR berichtet, verlangte der Drohnenbesitzer 1500 Euro Wiedergutmachung. Doch das Gericht folgte der Argumentation des Drohnenjägers, dessen Anwalt sich auf den Selbsthilfe-Paragrafen berief. Die Drohne hätte Fotos schiessen und damit Persönlichkeitsrechte verletzen können. Zwar dürfe man nicht einfach Drohnen abschiessen, die über das eigene Grundstück flögen. So hätte der Schütze in sein Haus flüchten können, um nicht gefilmt zu werden. Doch hätte er nicht wissen können, ob die Drohne bereits Fotos geschossen habe.

 

Geigerzähler Marke Eigenbau

osc. Mit der Familie an den Strand oder ein Shopping-Wochenende? Schnee von gestern! Wer heute in den Ferien etwas erleben will, der macht Extremtourismus. Ganz oben auf der Liste liegt dabei Tschernobyl. Wagemutige aus aller Welt besuchen das teilweise verstrahlte Gebiet um das 1986 in die Luft geflogene Kernkraftwerk. Was für Mallorca-Reisende die Aspirintablette ist, das ist für Tschernobyl-Besucher der Geigerzähler. Für alle, denen ein Trip in die Sperrzone wegen dieses Reise-Accessoires bislang zu teuer war, gibt es jetzt eine Lösung. "Golem" veröffentlichte eine Anleitung zum Bau eines Geigerzählers. Er basiert auf dem Mini-Computer "Raspberry Pi". Damit kann jeder herausfinden, was in seiner Umgebung so alles strahlt.

 

Ich sehe was, was du nicht siehst

mur. Die Central Intelligence Agency (CIA) ist neu auf Instagram. "Wir sind die erste Verteidigungs­linie der Nation", steht in der Beschreibung. "Wir erreichen, was andere nicht erreichen, und gehen dahin, wo andere nicht hingehen können." Der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten startete seinen Auftritt auf der Social-Media-Plattform mit einem inszenierten Foto. Es zeigt ein Pult, auf dem Papierakten, Bücher über Spione und ausländisches Geld herumliegen. Auf dem Stuhl vor dem Pult liegen eine Perücke, ein Trenchcoat und ein Badge. Laut dem Techportal "The Verge" derjenige von Gina Haspel, der Direktorin der CIA. Auf dem Bild sind zudem Kopfhörer, ein Hängeregister, ein Stempel, ein Notizbuch, ein Globus und eine Papiertüte mit der Aufschrift "Top Secret Pulp" zu sehen. Das Foto erinnert an die US-amerikanische Fernsehserie "The Americans", die ebenfalls mit Agenten-Klischees spielt. "I spy with my little eye", schreibt die CIA unter dem Bild. Übersetzt heisst das in etwa: "Ich sehe was, was du nicht siehst."

 

Kleinkind mit Käse am Kopf

jor. Noch besteht Hoffnung für die Menschheit – zumindest, solange es Internet-Challenges gibt. Diese Wettkämpfe auf Social Media zeigen, dass sich unsere Spezies tatsächlich noch weiterentwickelt. So haben wir etwa gelernt, dass ein Mensch nicht stirbt, wenn er einen Löffel voll Zimt schluckt oder ein Sandwich samt Plastikfolie isst. Solche Wettbewerbe bringen immer wieder das Beste im Menschen hervor. Wie tugendhaft man im Netz doch ist, zeigt die neueste Internet-Challenge: Käsescheiben auf Kleinkinder werfen. Erste Versuche hätten gezeigt, dass bei der "Cheese Challenge" nur eine geringe Verletzungsgefahr für Babys bestehe, berichtet "Der Standard". Allerdings hätten sich User über die Verschwendung von Käse empört.

 

Youtuberin mit sechstem Sinn für den Tod

lba. Im Juni 2017 hat die Youtuberin Sarah Funk ein Video ihres Trips an den "Roten See von Mitsero" in Zypern veröffentlicht. Das Gewässer hat eine tiefrote Farbe aufgrund des Kupferabbaus in der Region, und gemäss Funk hängt dort ein unangenehmer Geruch in der Luft. "Es fühlt sich nach Tod an", sagte sie im mittlerweile gelöschten Vlog. Mit der Aussage sollte Funk recht behalten. Wie "Der Standard" berichtet, hatte ein Serienmörder die Leichen seiner ­Opfer in der Region um Mitsero versteckt. Eine der Frauen packte er in einen Koffer und versenkte sie im roten See. Im Video ist ebendieser Koffer anscheinend zu sehen – Funk und ihr Begleiter hielten den Behälter für einen Holzklotz.

Webcode
DPF8_140428

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