Leck überlastet Mobilfunkverkehr von Swisscom
Ein Leck im Border Gateway Protocol hat Kundendaten von Swisscom über China umgeleitet. Die Leitungen waren überlastet. Die genaue Ursache ist noch unklar.
"Solche BGP-Leaks kommen immer wieder vor und sind leider schwer zu verhindern", sagt Swisscom-Sprecher Armin Schädeli gegenüber 20 Minuten. Mit BGP meint er das "Border Gateway Protocol", und mit Leak die Tatsache, dass am 6. Juni ein Teil des europäischen Mobilfunkverkehrs für zwei Stunden über China lief. Swisscom war ebenfalls davon betroffen.
Laut Schädeli geht Swisscom davon aus, dass die Leitungen zwischen ChinaTelecom und SafeHost aufgrund des Vorfalls überlastet waren. Die betroffenen Kunden hätten teilweise nur verzögert oder gar nicht mehr auf bestimmte Websites zugreifen können. Zudem war auch der Verkehr von einigen Destinationen im Internet zu RES- und SME-Kunden betroffen.
Die Ursachen für BGP-Lecks sind laut Schädeli meist menschliche Fehler wie falsch konfigurierte Router. Swisscom gibt an, dass es kein besonderes Risiko für einen Missbrauch von Kundendaten gegeben habe. "Bei unverschlüsselten Inhalten lässt sich aber generell Missbrauch nie zu hundert Prozent ausschliessen", so Schädeli gegenüber 20 Minuten.
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