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Zwischen Überstunden und Vier-Tage-Woche

Uhr | Aktualisiert
von Steve Mayer, Country Manager Schweiz, Citrix

Von wegen fünf Tage lang acht Stunden oder mehr am Arbeitsplatz zubringen. Die Beschäftigten wollen heute nicht nur flexiblere Arbeitszeitmodelle. Ein beträchtlicher Teil wünscht sich sogar eine Vier-Tage-Woche. Doch das setzt eine höhere Produktivität der Arbeitnehmer voraus. Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen können dabei helfen, effektiver und effizienter zu arbeiten.

Steve Mayer, Country Manager Schweiz, Citrix (Source: Citrix)
Steve Mayer, Country Manager Schweiz, Citrix (Source: Citrix)

Der Begriff "Work Life Balance" spielt vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern eine wichtige Rolle. Speziell die Mitglieder der Generation Y und Z, also die 20- bis 40-Jährigen, erwarten von ihrem Arbeitgeber, dass er ihnen flexible Arbeitszeiten bietet und die Möglichkeit einräumt, auch vom Home Office aus ihre Aufgaben zu erledigen. Doch damit nicht genug: Auch Sabbaticals oder die Vier-Tage-Woche stehen hoch im Kurs.

Allerdings sieht die Realität (noch) anders aus. Das zeigt eine Umfrage, die Citrix unter 500 deutschen Arbeitnehmern durchführte. So halten es nur fünf Prozent der Befragten für wahrscheinlich, dass ihr Arbeitgeber in Kürze die Normarbeitszeit auf vier Tage reduziert – bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich. An die 68 Prozent glauben, dass dies nie der Fall sein wird. Zum Vergleich: In Grossbritannien gehen 14 Prozent der Beschäftigten von einer baldigen Einführung der Vier-Tage-Woche aus, in Frankreich zehn Prozent. Dagegen ist auch in Ländern, die eine Vorreiter-Rolle bei modernen Arbeitsumgebungen spielen, etwa Norwegen und Dänemark, eine Vier-Tage-Woche bestenfalls mittelfristig in Sicht.

Feste Arbeitszeiten und Kernarbeitszeit dominieren

Das bei weitem gängigste Modell in Deutschland ist eine Kernarbeitszeit von 10 bis 16 Uhr, in der die Mitarbeiter im Unternehmen anwesend sein müssen (48 Prozent). Die restlichen Arbeitsstunden können sie im Lauf der Woche einbringen. Immerhin fast ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) setzt dagegen auf fixe Arbeitszeiten. Nur knapp 20 Prozent der Arbeitnehmer können frei bestimmen, wie viele Arbeitsstunden sie an einem Tag leisten, vorausgesetzt, sie halten dabei die vereinbarte Wochen- oder Monatsarbeitszeit ein. Klar ist, dass die Arbeitszeitmodelle nicht allein von der Lust und Laune des Arbeitgebers abhängen. In etlichen Tätigkeitsbereichen, etwa der Fertigung oder im Krankenhaus, sind feste Arbeitszeiten unverzichtbar. Dagegen besteht bei "Wissensarbeitern" eher die Möglichkeit, variable Ansätze zu nutzen.

Offenkundig halten andere Länder nicht sonderlich viel von solchen flexiblen Modellen. In Frankreich, Italien und Grossbritannien haben jeweils deutlich mehr als 50 Prozent der Beschäftigten starre Arbeitszeiten. Auch in Schweden (41 Prozent) und Dänemark (35 Prozent) liegt der Wert deutlich höher als in Deutschland.

Zwei Tage Überstunden pro Woche

"Variabel" bedeutet allerdings auch, dass viele deutsche Beschäftigte Mehrarbeit leisten. Bei 47 Prozent fallen zwischen zwei und fünf Überstunden pro Woche an, bei 26 Prozent zwischen sechs und neun Stunden. Bei weiteren zwölf Prozent der Mitarbeiter summiert sich die zusätzliche Arbeitsleistung auf bis zu 15 Stunden. Das entspricht zwei Arbeitstagen.

Um solche Arbeitsspitzen abzubauen, kommen aus Sicht der Arbeitnehmer mehrere Ansätze in Frage, etwa effizientere Prozesse, mehr Personal und realistischere Arbeitsziele. Doch auch moderne Technologien am Arbeitsplatz und im Backend können laut der Studie dazu beitragen, Mehrarbeit zu verhindern. So sind 14 Prozent der deutschen Beschäftigten der Auffassung, dass sie mit einer besseren technischen Ausstattung effizienter arbeiten könnten. Und 10 Prozent wünschen sich Cloud Services, über die sie auch unterwegs auf Anwendungen und Geschäftsdokumente zugreifen können.

Hilfestellung durch KI und virtuelle Assistenten

Neue Technologien können ausserdem dazu beitragen, die Vision von den Vier-Tage-Wochen bei vollem Lohnausgleich Wirklichkeit werden zu lassen. Denn klar ist, dass sich diese Idee nicht durchsetzen lässt, wenn sie ausschliesslich zu Lasten der Arbeitgeber geht. Vielmehr ist es notwendig, die Produktivität und Effizienz der Beschäftigten zu erhöhen, um den einen Arbeitstag wieder hereinzuholen. Dies ist alleine deshalb wichtig, um die Abwanderung von Arbeitsplätzen in Länder mit höheren Arbeitszeiten und niedrigeren Gehältern zu vermeiden.

Dabei können innovative Lösungen Hilfestellung geben. Ein Beispiel sind Ansätze auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen. Mit ihnen lassen sich aufwendige Routinetätigkeiten automatisieren. Einen Schritt weiter gehen sprachgesteuerte virtuelle Assistenten (Virtual Assistants). Sie suchen auf Zuruf Informationen und Dokumente, analysieren grosse Datenmengen oder stellen dem Nutzer alle Informationen zur Verfügung, die er für das nächste Meeting benötigt.

Solche Lösungen verschaffen somit Mitarbeitern mehr Freiraum, um sich auf die wirklich wichtigen Aufgaben zu konzentrieren. KI und moderne, digitale Arbeitsplatzkonzepte (Digital Workplaces) sind daher die Voraussetzung dafür, um der Vier-Tage-Woche einen Schritt näher zu kommen.

Webcode
DPF8_157766

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