Homeoffice? Aber sicher!

Diese Homeoffice-Dienste empfiehlt der Zürcher Datenschutzbeauftragte

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Der Kanton Zürich pflegt eine Liste datenschutzkonformer Dienste und Produkte. Er will damit die sichere Remote-Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung fördern. Einige Services dürfen Angestellte des Kantons vorerst nur während der Coronakrise nutzen.

(Source: Maksim Kabakou / Fotolia.com)
(Source: Maksim Kabakou / Fotolia.com)

Die Coronakrise zwingt den Kanton Zürich, auf Homeoffice umzustellen. Der kantonale Datenschutzbeauftragte hat nun angefangen, populäre Dienste und Produkte hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz zu überprüfen. "Für den Datenschutzbeauftragten ist es wichtig, den öffentlichen Organen schnell eine Palette von Werkzeugen zur Verfügung zu stellen, die die Zusammenarbeit auf Distanz in allen Bereichen ermöglichen und den Schutz und die Sicherheit der Daten gewährleisten", heisst es in einer Mitteilung.

 

Auf der Liste finden sich ausser Homeoffice-Anwendungen auch Dienste für den Fernunterricht an Schulen. Zum Teil sind die Einträge mit Einschränkungshinweisen versehen. So dürfen einige Dienste nur auf Schweizer Servern installiert werden. Andere Dienste erfüllen eigentlich die datenschutzrechtlichen Anforderungen nur teilweise und dürften normalerweise gar nicht genutzt werden. Aufgrund der ausserordentlichen Lage gibt sie der Datenschutzbeauftragte während der Coronakrise temporär frei. Die Liste werde laufend ergänzt, heisst es in der Mitteilung.

 

Derzeit stehen folgende Dienste auf der Liste:

 

  • Apple School Manager: Damit verwaltet eine Schule die Apple-Geräte ihrer Angestellten und Schüler, spielt Apps ein und stellt Lehrmaterial zur Verfügung.

  • Confluence: Dies ist eine Plattform für die Online-Zusammenarbeit von Teams. Kann datenschutzkonform genutzt werden, wenn man sie auf einem eigenen Server betreibt. Während der Coronakrise ist auch der Betrieb via Hostingprovider in der Schweiz oder der EU genehmigt.

  • G/On Virtual Access: Virtualisierte Fernzugriffs-Lösung auf Desktops oder Applikationen.

  • Jitsi: Opensource-Software für Instant Messaging und (Video-)Telefonie. Datenschutzkonform lässt sie sich auf einem lokalen Server in der Schweiz oder der EU installieren.

  • Office 365: Diverse Dienste für Chat, Meetings, Telefonieren und Teamarbeit. Kann im Bildungsbereich datenschutzkonform genutzt werden. Ausserhalb dieses Bereichs ist Office 365 für die öffentliche Verwaltung nur während der Coronakrise erlaubt.

  • OpenVPN: Ermöglicht verschlüsselte VPN-Verbindungen.

  • SecureSafe: Ein Cloud-Speicher für Dokumente, der auch Teams zur Verfügung steht.

  • Signal: Software für Instant Messaging und Telefonie. 

  • TeamDrive: Cloud-Service für Datenspeicherung und Datenaustausch. 

  • Threema: Software für Instant Messaging und Telefonie.

  • Tresorit: Cloud-Service zum Speichern und Teilen von Dokumenten

  • WebEx: Kollaborationslösung für Audio- und Videokonferenzen. Sie dürfe nur vorübergehend, also während der Coronakrise genutzt werden.

  • Wire: Software für Instant Messaging und Telefonie.

  • Zoom: Ermöglicht Audio- und Videokonferenzen sowie das Teilen von Inhalten. Sie könne während der Corona-Krise eingesetzt werden, wenn zuvor ein Datenverarbeitungsvertrag ("Global Data Processing Addendum"rené) an den Softwareanbieter geschickt wird.

 

In Zeiten des Coronavirus bleibt die Schweiz wenn möglich zu Hause. Im entsprechenden Web-Dossier finden Sie News, Tipps und Tricks rund um das Arbeiten in den eigenen vier Wänden.

 

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