Microspot: mit Twint ans Schienbein
Microspot.ch nutzt die Gunst der Krise und tritt Hauptkonkurrent Digitec Galaxus dezent ans Schienbein.
In einem (zumindest teilweise) öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg trennte sich kürzlich Digitec Galaxus vom Mobile Payment Anbieter Twint. Grund: Man wurde sich bezüglich Gebühren nicht einig. Der Schweizer Onlinehandelsmarktführer inszenierte sich dabei als E-Commerce-Winkelried, der sich bedingungslos für die Kundschaft aufopfert und um jeden Gebühren-Rappen kämpft. Bis zum Zahlungsoptionen-Lockdown.
Da mag vermutlich viel Wahres dran sein. Kundenfreundlichkeit ist seit jeher Teil der DNA von Digitec Galaxus. Nur: Viele Menschen bezahlen ganz einfach gerne per Twint. Ihnen ist es herzlich egal, auf welche Konditionen sich die beteiligten Akteure hinter den Kulissen einigen. Customer Experience hängt im Normalfall nicht von Rappenbeträgen ab.
Der Streit eröffnet Möglichkeiten für die Konkurrenz aus dem Hause Coop: Microspot.ch – mit Hauptsitz im bernischen Moosseedorf – nutzt die Gunst der Stunde und lanciert eine Twint-Aktion. "Fehlt dir Twint? Wir haben's." so der Gruss aus dem Hauptstadt-Kanton nach Zürich. Ab 100 Franken Einkauf erhält man 15 Franken Rabatt, wenn man per Twint bezahlt.
Apropos: Die massive Sortiments-Erweiterung, die Microspot.ch in den vergangenen eineinalb Jahren vollzogen hat, zahlt sich nun aus. Und plötzlich macht es Sinn, dass ein ehemaliger Onlinehändler für Unterhaltungselektronik und Computer-Teile neuerdings auch WC-Papier verkauft.
Falls Sie also noch Toilettenpapier benötigen oder Angehörige haben, die sich nicht an den allmorgendlichen Hamsterorgien beteiligen können: Microspot.ch hat welches auf Lager. Wenn Sie mehrere Pakete hamstern und per Twint bezahlen, winken sogar... 15 Franken Rabatt.
Dieser Artikel erschien zuerst am 29. März 2020 auf werbewoche.ch.
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